Im Orchester spielen, ist mehr als zu musizieren

Nach den Sommerferien ist es so weit: Nach rund zwei Jahren der Ausbildung in der Bläserklasse „Da Capo Kids“ werden die Kinder und Jugendlichen in das Jugendorchester „Music Kids“ übernommen.

Unsere Da Capo Kids freuen sich sehr über Auftritte in der Öffentlichkeit wie beispielsweise beim Maibaumfest oder wie hier beim Olgafest. Weitere Gelegenheiten werden folgen – so das Jugendkonzert „Aus Tönen wird Musik“, die Winterfeier und das Christbaumsingen.

Nun ist es aber an der Zeit unsere Bläserklasse „Da Capo Kids“ einmal vorzustellen.

Bei den Blechbläsern ist gute Laune und kameradschaftlicher Umgang miteinander ganz selbstverständlich.v. l. n. r.: Lennart Stuhlfauth (Waldhorn), Amelie Steiner, Nadine Duppke, Enrico Casulli, Luis Ott und Vinzent Ott (Trompeten). Der Spaß beim gemeinsamen Spiel kommt dabei nie zu kurz!

Das Waldhorn hat von allen Blechblasinstrumenten den größten Tonumfang. Die hohen Töne liegen sehr eng beieinander, deshalb kann es schon einmal vorkommen, dass man den einen oder anderen Ton nicht trifft. Erwähnenswert ist, dass das Waldhorn, würde man es auseinanderrollen, eine Länge von fast 4 Metern hätte. Die Trompete dagegen ist ein hohes Blechblasinstrument und obwohl sie nur 3 Ventile hat, können Töne im Umfang von 3-4 Oktaven gespielt werden.

„Griaß di, hallo und Servus!“, so würde wohl unser musikalischer Leiter Simon Löffelmann – Klarinettist bei den Württemberger Philharmonikern beginnen. So vielseitig wie diese Begrüßung sind auch unsere Klarinetten, denn sie bringen die Farbe in die Musik: v. l. n. r.: Hannes Keßler, Emma Holzer und Jana Nill.

Ein klanglicher Alleskönner unter den Instrumenten ist mit ihrem vielseitigen Klang die Querflöte. Sie ist in allen Musikrichtungen zu Hause.

Unsere Querflötistinnen bei den „Da Capo Kids“ Lise Steinhilber und Linn Janasek. Auch Familientradition gibt es bei uns im Musikverein, denn die Leidenschaft zur Musik teilt Lise Steinhilber mit ihrem Opa Karl, der 63 Jahre lang mit der Tuba aktiv in unseren Reihen saß und sehr stolz auf seine Enkelin ist. Ja, so ein Blasorchester ist auch ein Spiegelbild der Gesellschaft. Die große Mitte trägt die Ränder – sie profitiert vom Feuer der Jugend und der Kenntnis der Älteren.

Wie man also sieht, sind wir eine echt tolle Truppe und vollkommen „Bunt gemischt“.

Tag der offenen Tür

Wer also jetzt Lust oder Interesse hat, auch ein Instrument zu lernen und diese Gemeinschaft mitzuerleben, der kann gerne am Mi. 6. Juli ab 18 Uhr zum „Tag der offenen Tür“ in das Probelokal unserer Nachwuchsorchester in der Langgaß-Schule (ehem. Festsaal) vorbeikommen.

Dort gibt es interessantes zu erfahren: Warum sich der Posaunist beispielsweise mit Spiderman vergleicht, warum die Klarinette wie ein Hubschrauber klingen kann oder das Waldhorn eine wahre Glückspirale ist. Die Aktiven des Musikvereins Mössingen zeigen ihre Instrumente und plaudern dabei aus dem Nähkästchen.

Freizeitaktivitäten

Neben der fundierten Ausbildung, soll aber auch Zeit bleiben für gemeinsame Unternehmungen wie der Kletterpark in Laichingen, das gemeinsame Eisessen vor der Sommerpause oder die Filmnacht im November. Highlight im Jahr ist aber auf alle Fälle das dreitägige Probenwochenende. Dazu geht es im Juli nach Zimmern unter der Burg. Neben der musikalischen Vorbereitung werden die Kinder und Jugendlichen viel Spaß bei gemeinsamen Spielen im Haus oder bei Geländespielen in der Umgebung haben.

Für weitere Informationen rund um die Ausbildung im Musikverein, können Sie gerne mit unseren Jugendleiterinnen Michelle Duppke und Amelie Steiner (jugend@musikverein-moessingen.de) Kontakt aufnehmen.

Tag der offenen Tür am Mi. 6. Juli 2022

Wir bilden aus!

Wer Lust oder Interesse hat, auch ein Instrument zu lernen, um diese Gemeinschaft mitzuerleben, der kann gerne am Mi. 6. Juli ab 18 Uhr zum „Tag der offenen Tür“ in das Probelokal unserer Nachwuchsorchester in der Langgaß-Schule (ehem. Festsaal) vorbei kommen.

An diesem Tag werden die Ausbildungsinstrumente vorgestellt, und die Ausbilder stehen für alle Fragen zur Verfügung. Das Nachwuchsorchester „Da Capo Kids“ wird diesen Tag musikalisch eröffnen.

Das Bläserklassenmodell „Da Capo Kids“

Eine Bläsergruppe nach dem Bläserklassenmodell „Da Capo Kids“ wird jeweils ab Oktober angeboten.

Für die jungen Musikerinnen und Musiker soll das gemeinsame Spiel bei den Da Capo Kids auch eine Ergänzung zum Einzelunterricht sein, um so ihre musikalische Ausbildung weiter ausbauen und entwickeln zu können. Die italienische Bezeichnung „da capo“ kommt auch tatsächlich aus der Musik. Dies bedeutet „von Beginn an“ und ist eine Spielanweisung ein Musikstück, von der so bezeichneten Stelle an, von vorne zu beginnen. Die Kinder werden auch tatsächlich bereits ab dem Alter von acht Jahren (bzw. ab der 3. Grundschulklasse) an die Blaskapelle und an die Instrumente herangeführt und so „von Beginn an“ mit einbezogen.

Aber nicht nur gemeinsam musizieren steht bei dem Musikernachwuchs an, es gibt natürlich auch die verschiedensten Freizeitangebote. Schließlich ist eine Abwechslung zu den intensiven Probearbeiten immer willkommen. „Ausflüge mit der Jugend sind uns besonders wichtig, um sich besser kennenzulernen und ein Gefühl füreinander zu bekommen“. Dies wirkt sich natürlich auch positiv auf das Zusammenspiel im Orchester aus.

Hoch hinaus!

Am Samstag, 21. Mai machten sich frohgelaunt 17 Jungmusikerinnen und Jungmusiker auf den Weg in den Kletterpark nach Laichingen, um dort über sich hinaus zu wachsen. Pünktlich um halb 10 Uhr liefen die Ausflügler am Probelokal bei der Langgaß-Schule ein. Begleitet wurde die Gruppe von unserem Jugendleiterteam um Michelle Duppke und Amelie Steiner. Nach der Ankunft in Laichingen folgte eine fachkundige Einweisung, bei der auch schonmal ein paar Hindernisse ausprobiert werden konnten. Danach ging es dann für drei Stunden in den Wald in der Nähe der Laichinger Tiefenhöhle. In den schwindelerregenden Höhen des „Adrenalin-Pfades“ oder der „Risiko-Strecke“ fühlten sich die Teilnehmer fast wie Piraten, die sich durch die Takelage eines Großseglers schwingen.

Gemeinsam hoch hinaus, ein tolles Gefühl – Enrico Casulli, Luis Ott, Lennart Stuhlfauth, Hannes Keßler und Vinzent Ott

Durch die Vielzahl an Parcours, bei der es auch knifflige Hindernisse gab – mit den unterschiedlichsten Schwierigkeitsgraden, kam jeder auf seine Kosten. Nach drei Stunden klettern wurde dann gemeinsam gegessen. Beim Grillen auf dem Grillplatz wurde viel über die Parcours gesprochen, geratscht und gelacht. Schließlich war es dann aber schon wieder an der Zeit zu gehen, und auf der Heimfahrt war es dann die Müdigkeit, die überwog.

Unsere Jungmusikerinnen und Jungmusiker hatten während dem Kletter-Ausflug großen Spaß.
Hinten: Sonja Kehrer, Clara Huy, Mia Casulli, Sophie Laupp, Lise Steinhilber, Emma Huy, Linn Janasek und Jana Nill
Mitte: Surijana Anderlitschka, Enrico Casulli, Vinzent und Luis Ott, Hannes Keßler, Lennart Stuhlfauth, Malea Dieter, Amelie Steiner und Nadine Duppke.
Vorne: Jasmin Scholz, Michelle Duppke und Kanchana Engel

Das Fazit: Der Kletterpark in Laichingen ist jedem zu empfehlen, egal ob Groß oder Klein. Genau das gilt auch für den Musikverein. Wer auch Lust hat, bei solchen Ausflügen dabei zu sein und ein Instrument lernen will, ist also bei uns genau richtig. Auch die Gemeinschaft kommt dabei nicht zu kurz, wie man bei den vielen Aktionen, wie zum Beispiel dem Kletterpark, immer wieder bemerkt. „Ausflüge mit der Jugend sind uns besonders wichtig, um sich besser kennen zulernen und ein Gefühl füreinander zu bekommen“. Dies wirkt sich natürlich auch positiv auf das Zusammenspiel im Orchester aus.

Tag der offenen Tür

Wer also jetzt Lust oder Interesse hat, auch ein Instrument zu lernen und diese Gemeinschaft mitzuerleben, der kann gerne am Mi. 6. Juli ab 18 Uhr zum „Tag der offenen Tür“ in das Probelokal unserer Nachwuchsorchester in der Langgaß-Schule (ehem. Festsaal) vorbei kommen.

An diesem Tag werden die Ausbildungsinstrumente vorgestellt, und die Ausbilder stehen für alle Fragen zur Verfügung. Das Nachwuchsorchester „Da Capo Kids“ wird diesen Tag musikalisch eröffnen.

Olgafest – da war endlich wieder was los!

Unser traditionelles Olgafest war ein voller Erfolg: trockenes Wetter, strahlender Sonnenschein, eine intensive Vorbereitung und ein tolles Programm ließen diesen Tag zu einem ganz besonderen werden!

Ein schöner warmer Frühsommermorgen lockte am vergangenen Himmelfahrts- und Vatertag viele Besucher von nah und fern auf unser Olgafest. Kaum ein Wölkchen war am malerisch blauen Himmel zu sehen und die Luft war angefüllt vom Gesang der Vögel. Nur ein kühles Lüftchen sorgte an diesem Morgen für etwas Abkühlung und man tat gut daran, fürs erste eine Weste oder Jacke mitzunehmen. Alles in allem die beste Voraussetzungen dafür, sich mit leichten Schritten und frohen Mutes auf die Wanderschaft zur Olgahöhe zu begeben. Oben erwartete den müden Wanderer ein herrlicher Ausblick über Belsen und ganz Mössingen, wie man ihn nur von hier oben haben kann.

Schon am Mittwochnachmittag wurde das Festzelt aufgestellt und am frühen Donnerstagmorgen erfolgten die restlichen Aufbauarbeiten. Natürlich konnten wir das Zelt über Nacht nicht allein auf der Olgahöhe lassen und für die Nachtwache hatte sich die Erdmännle des Narrenvereins Mössingen bereiterklärt, auf alles aufzupassen.

Bereits der Ökumenische Gottesdienst, der von Pfarrer Joachim Rieger und Diakon Rainer Bochtler geleitet wurde, war bereits sehr gut besucht und von da an waren die Biertischgarnituren im Festzelt den ganzen Tag voll besetzt! Kurz vor zehn Uhr waren leise zarte Töne der Windchimes zu hören und somit wurde auch der Beginn des Gottesdienstes eingeläutet. Der Gottesdienst wurde durch das Hauptorchester des Musikvereins, unter der Leitung von Simon Löffelmann, mit ausgewählten Stücken und Messliedern musikalisch umrahmt. Als Auftakt erfolgte das eindrucksvolle Prelude aus Te Deum von Charpentier – auch bekannt als Eurovisionshymne in einer Bearbeitung von Jan van Beekum.

Musikalisch gestaltete das Hauptorchester des Musikvereins den Gottesdienst auf der Olgahöhe mit.

Noch vor Ende der Messe erfüllte ein leichter Geruch nach Gebratenem das Zelt, denn unser Küchenpersonal hatte während des Gottesdienstes ganz still und leise die „Feuer“ entfacht, um die hungrigen Gottesdienstbesucher im Anschluss auch bestens bewirten zu können.

Der Duft von guter gegrillter Roter Wurst und Steak stieg den Besuchern appetitanregend in die Nase.

Auch für die hungrigen Wanderer, Väter und Familien waren die Festbänke im Zelt und vor der Blockhütte einladend aufgestellt. Schnell füllten sich die begehrten warmen Sonnenplätze im Freien zwischen Zelt und Hütte. Hungrig und durstig blieb wohl niemand an diesem Tag. Dafür sorgten unsere netten Bedienungen und die freiwilligen Helfer hinter der Theke.

Das musikalische Programm bot an jenem Tag ebenfalls sehr viel Abwechslung – von der kirchlichen bis hin zur unterhaltenden traditionellen und modernen Blasmusik. Mit dem Marsch „Im Eilschritt nach St. Peter“ schlugen wir eine Brücke von der Kirchenmusik zur Frühschoppen-Unterhaltungsmusik.

Für eine gelungene Überraschung sorgte zudem an diesem Tag war die Einlage der „Vatertagsmusiker“ des Musikvereins Thanheim.

Ein bisschen aufgeregt waren die „Music Kids“ unter Leitung von Ralf Kluge und auch die „Da Capo Kids“ unter der Leitung von Michelle Duppke dann doch als diese gegen 13:15 Uhr den Platz des Hauptorchesters einnahmen. Zwar hatten sie bei der Maibaumaufstellung ihren ersten öffentlichen Auftritt, doch ist es immer sehr aufregend vor so vielen Festbesuchern zu spielen. Man möchte doch sein Bestes geben und möglichst keinen einzigen Fehler dabei machen. Schließlich sitzen da ja nicht nur die Eltern, die Geschwister und die Großeltern unter den Gästen. Für ihren bravourösen Auftritt ernteten beide Nachwuchsorchester sehr viel Lob, Anerkennung und natürlich Applaus.

Kaum zu glauben, dass die Da Capo Kids sich erst im zweiten Jahr der Ausbildung befinden. Denn – „es ist für uns einfach ein ganz besonderes Highlight, unsere Da Capo Kids und MusicKids bei ihren Auftritten zu sehen“. Lesen Sie hierüber aber mehr darüber, wenn sich unsere Nachwuchsorchester im Amtsblatt oder hier unter „News“ vorstellen werden!
Das Programm am Nachmittag wurde vom Musikzug Ofterdingen und von der Winzerkapelle Unterjesingen weiter gestaltet. In der Blockhütte lockte auch ein buntes Kuchenbuffet mit einer großen Auswahl. Überall auf der Wiese vor dem Zelt, im Zelt oder unter den Bäumen zwischen Blockhütte und Zelt waren fröhliche Besucher anzutreffen, die diesen sonnig-warmen Tag sichtlich genossen.

Nicht ohne etliche Zugaben wurde am Abend die Winzerkapelle Unterjesingen von unseren Besuchern von der Bühne entlassen. Als auch die letzten Besucher das Fest verlassen hatten, konnten sich die Aktiven und ihre Helfer nach einem langen arbeitsreichen Tag ans Aufräumen machen. Ein tolles Fest war zu Ende gegangen. Während die einen nun oben auf der Olgahöhe die Inneneinrichtung des Zelts zusammenpackten, sorgten andere in unserer Halle mit heißem Wasser und Reinigungsmitteln dafür, dass die Grill- und Küchengerätschaften wieder sauber und blitzblank in die Schränke und Regale eingeräumt werden konnten. Bei Anbruch der Dunkelheit war alles aufgeräumt. Guter Dinge und zufrieden setzten sich die Helferinnen und Helfer noch in der Halle gemütlich bei einem kleinen erholsamen Nachttrunk zusammen.

Am frühen Freitagmorgen wurde das Zelt abgebaut und die Olgahöhe von den Resten des Festes befreit.

Ein besonderes Dankeschön gebührt der Nachtwache des Narrenvereins, die von Mittwoch auf Donnerstag auf das Inventar aufgepasst hatten.

Wir danken unseren Freunden vom Musikzug Ofterdingen, der Winzerkapelle Unterjesingen, der Vatertagsmusik des Musikvereins Thanheim und allen Helferinnen und Helfern, ohne die ein solches Fest nicht zu stemmen wäre. Aber vor allem bei unseren Gästen! Herzlichen Dank!

Es geht weiter …

Im Juni sind wir wieder einmal zu Gast beim Musikzug Ofterdingen und werden dort an Fronleichnam (Donnerstag, 16. Juni) von 12:30 bis 14:30 Uhr das Maultaschenfest musikalisch umrahmen und drei Tage später sind wir am Sonntag, 19. Juni beim Rosenmarkt in Mössingen mit Musik und gewohnt bester Bewirtung aktiv.

Endlich wieder mit Doppelspitze

Am Freitag, 20. Mai 2022 kamen 43 Personen zur ordentlichen Mitgliederversammlung, die das Geschäftsjahr 2021 thematisierte, zusammen. Eine Anwesenheitsliste wurde geführt.

Eröffnet wurde die Versammlung mit dem Gedenken an die 2021 verstorbenen Mitglieder.

Der Erste Vorsitzende Peter Anderlitschka begrüßte als Versammlungsleiter die Anwesenden, darunter Oberbürgermeister Michael Bulander. Eine Gedenkminute wurde daraufhin für die im vergangenen Vereinsjahr verstorbenen Mitglieder eingelegt. Alle Mitglieder erhoben sich von ihren Plätzen und das Hauptorchester begleitete diese Schweigeminute mit dem Choral „Ich hatte einen Kameraden“.

Peter Anderlitschka stellte nun fest, dass die Versammlung satzungsgemäß nach §10 (6) einberufen und beschlussfähig sei und stellte die Tagesordnung gemäß der Veröffentlichung im Amtsblatt der Stadt Mössingen vom 6. Mai 2022 vor.

Rückblickend auf drei Jahre seiner Amtszeit, ließ Peter Anderlitschka die entschiedensten Ereignisse Revue passieren. Da in der letzten Mitgliederversammlung kein Nachfolger für die Erste Vorsitzende Silke Duppke gefunden werden konnte, lastete eine große Verantwortung allein auf seinen Schultern. Ohne die tatkräftige Unterstützung der Vorstandschaft und des Ausschusses wäre es nicht gegangen.

Daher freute sich Peter Anderlitschka umso mehr, als Anfang Mai sich Detlef Kehl und Irene Haag bereiterklärten wieder eine Doppelspitze zu bilden. Es ist nämlich sehr wichtig, dass diese Doppelspitze wieder besetzt ist. Seit 2011 hat sich dieses Modell sehr bewährt, denn es ist wichtig, dass im Team gearbeitet werden kann.

Konstante Mitgliederzahlen und eine äußerst erfolgreiche Jugendarbeit sind ein durchweg positives Fazit der letzten drei Jahre. Die Wahrnehmung des Musikvereins in der Öffentlichkeit ist ein Aushängeschild, denn nicht zuletzt profitieren dadurch die Jugendarbeit und letzten Endes das Hauptorchester, das derzeit 60 aktive Musiker zählt.

Hierauf ging auch Oberbürgermeister Michael Bulander bei seiner Begrüßungsrede ein. Die letzten beiden Corona-Jahre hätten die Vereinslandschaft verändert. Doch der Musikverein Mössingen muss sich hier momentan sicherlich keine Sorgen machen.

Das beim Musikverein Mössingen auch ein sehr familiäres Verhältnis gepflegt wird, spiegelt sich zudem in dem außergewöhnlichen Zusammenhalt und der guten Kameradschaft wider.

Sorge bereiteten zu Beginn dieses Jahres die steigenden Rohstoffpreise und dadurch ein zu erwartender Rückgang der Einnahmen über die Altpapiersammlungen. Daher erwähnte Sandra Ritz den positiven Kreistagsbeschluss bzgl. der zu erwartenden Ausgleichszahlungen.

Ferner berichtete Sandra Ritz ausführlich über die finanziellen Vorgänge im abgeschlossenen Vereinsjahr. Unterstützung in ihrem Amt fand Sandra bei Katrin Speidel und Josef Turad, der im Hintergrund sehr viel Arbeit für den Musikverein übernommen hatte. Neben seinem Amt als Notenwart erledigt er zusätzlich den Einzug der Mitgliedsbeiträge und Ausbildungskosten, die Mitgliederverwaltung, das Ausstellen der Spendenbescheinigungen, kümmert sich um die Ehrenamtspauschalen und vielem mehr. Die Kassenprüfer – Mirjam Hausch und Peter Raible, bestätigten eine ordnungsgemäße und einwandfrei geführte Kasse.

Schriftführerin Irene Haag blickte im Detail auf das vergangene Vereinsjahr zurück. Im Vereinsjahr 2021 gab es für die Aktiven 34 Termine (27 Proben und 7 öffentliche Auftritte).

Jahresrückblick

Das Jahr begann diesmal zum ersten Mal ohne die traditionelle Winterwanderung an Dreikönig. Der Lockdown „light“, der seit November 2020 galt, hatte für uns zur Folge, dass von da an keine gemeinsame Probe mehr in Präsenz stattfinden konnte. Wieder einmal war die Zeit aus dem Takt geraten. Es fehlte einfach, die Musik und die Möglichkeit, sich regelmäßig zu den gewohnten Proben zu treffen, um gemeinsam neue Werke einzustudieren und an ihrer Interpretation zu feilen. Es fehlten auch die Musikkameraden und die gemeinsamen Gespräche! Was aber genauso fehlte war der Kontakt zum Publikum bei den verschiedensten Auftritten und Anlässen im Jahreslauf.

Aus solch einer Online-Registerprobe ging auch die Idee des Klarinettenregisters hervor, da wir unserer Flo zur Hochzeit musikalische Grüße senden wollten. Einstudiert wurde hierzu „How deep ist your love“ und jede Musikerin sollte seine Stimme mit einem Playback am Ohr aufnehmen und sich selbst dabei filmen. Tom fügte zu guter Letzt die einzelnen Aufnahmen zu einem richtigen Musikstück zusammen und so konnte schließlich über den Youtube-Kanal des Musikvereins am 26. März der von den Bee Gees bekannte Hit nach der Trauung erklingen.

Da auch die Veranstaltungen wie das Maibaumfest, Olgafest und Rosenmarkt abgesagt werden mussten, entstand noch im April die Idee einer Fotochallenge. Die Aufgabe war es musikalische Grüße mit sich und unserem Plakat an den Ortseingängen zu kreieren. Dabei kamen sehr schöne Aufnahmen, die Geschichten erzählen konnten, heraus. Von der Feuerwehrübung und der Blockflötenübestunde bis hin zum Familientreffen.

Nach acht Monaten der Zwangspause, ereignete sich an der musikalischen Front schließlich doch noch was Erfreuliches. Aufgrund der sinkenden Inzidenzen rückte unsere erste Musikprobe tatsächlich und wahrhaftig am 15. Juni in greifbare Nähe. Unter Einhaltung aller Hygienevorschriften durften wir wieder gemeinsam proben. Allerdings erstmal noch nicht im Innenraum des Gemeindezentrums Don Bosco, sondern unter freiem Himmel beim Brauhaus Fischer. Die Freude endlich wieder gemeinsam proben zu können sah man jedem einzelnen an.

Und der erste Auftritt ließ auch nicht lange auf sich warten. Es war uns vergönnt, anlässlich der Hochzeitsfeier von Tobias Sulz und Verena, geb. Hammer am 25. Juni ein Überraschungsständchen zu spielen.

Einer der Höhepunkte vergangene Jahr stellte das Platzkonzert „Highlights non stop 2.0“ auf dem Sportplatz bei der Langgaß-Halle am 24. Juli dar. Ein weiterer Höhepunkt das Kirchenkonzert „Orgel trifft Musikverein“ im Oktober 2021. Das Hauptorchester unter Leitung von Simon Löffelmann ging dabei gemeinsam mit dem Organisten Jonathan Ferber in der Mössinger Marienkirche eine klangliche Symbiose ein – die Orgel wurde zum Orchesterinstrument. Es wurde ein richtiger Klangzauber.

Das sollte es allerdings auch schon an musikalischen Schmankerln, Höhepunkten und Ereignissen im vergangenen Jahr gewesen sein. Der Probenbetrieb ging ab November zwar bis Jahresende weiter. Allerdings nur unter der 2G+-Regelung. Wie anfangs schon erwähnt, krempelte und krempelt leider immer noch dieses kleine Virus unseren Alltag um. Da Entgegenzuwirken und wieder Sicherheiten und wieder viele neue gemeinsame Erinnerungen zu schaffen, war die Aufgabe für das neue Vereinsjahr 2022.

Entlastungen

Die Entlastung des Vorstandes und des Ausschusses beantragte Oberbürgermeister Michael Bulander. Er bedankte sich bei der Vorstandschaft für die geleistete intensive Arbeit, die keine Selbstverständlichkeit sei. Die Mitglieder zeigten ihre Anerkennung für diese Arbeit der Vorstandschaft dadurch, dass sie einstimmig die Entlastung der Führungsriege beschlossen.

Neuwahlen

Die Wahlen standen nun als nächstes auf der Tagesordnung. Die Wahlleitung übernahm Helmut Buckenmaier, der die zu wählenden Kandidaten im Einzelnen vorstellte.

Gewählt wurden: Hannes Lacotta (2. Vorsitzender), Amelie Steiner (Jugendleiterin), Detlef Kehl (1. Vorsitzender), Irene Haag (1. Vorsitzende) und Roland Felden (Schriftführer)
Anschließend überreichte der Erste Vorsitzende Peter Anderlitschka Martin Neuhoff, der sich nicht mehr als 2. Vorsitzender aufstellen ließ, ein Geschenk und bedankte sich für 12-jährige Amtszeit als 2. Vorsitzender. Martin Neuhoff gehört zur „guten Seele“ unseres Vereins, der sehr viel im Hintergrund arbeitete, bei Veranstaltungen als Erster kam und auch oft auch als Letzter ging, um nach dem Rechten zu sehen. Danke Martin!
Unter dem Punkt Verschiedenes bedankte sich Peter Anderlitschka bei der Vizedirigentin Sabine Dieter und überreichte ihr ein Blumenpräsent.

Des Weiteren bedankten sich Irene Haag und Detlef Kehl bei Peter Anderlitschka, für drei Jahre Erster Vorstand mit einem Geschenk.

Peter Anderlitschka überreichte für regelmäßige Anwesenheit in den Proben und bei Auftritten im Vereinsjahr 2021 Karl Steinhilber, Alex Wildner, Thomas Laupp, Lea, Tom und Sabine Dieter ein Präsent

„Standing ovation“ für Karl Steinhilber, der für die letzten beiden Coronajahre sein letztes Ehrenglas für regelmäßige Proben und Auftritte überreicht bekam. „Wenn man vor sich selbst mit der Qualität des Spielens nicht mehr zufrieden ist, dann fällt es einem zwar schwer, aber es ist an der Zeit aufzuhören“ – aber ab und zu wird er es sich nicht nehmen lassen die Proben als Zuhörer zu besuchen und auch anschließend in gemütlicher Runde bei einem kühlen Getränk mit uns zu ratschen! Wir freuen uns drauf, Karl!!!

Olgafest am Do. 26.05.2022

Endlich wieder Olgafest an Himmelfahrt / Vatertag

Sie wissen noch nicht was Sie an Himmelfahrt machen wollen?“

Dabei ist die Olgahöhe bei jedem Wetter ein lohnendes Ziel, denn auch bei Regenwetter bieten sowohl die Blockhütte als auch das Festzelt einen trockenen Unterschlupf.

Verbinden Sie doch diesen Besuch bei uns auf der Olgahöhe mit einem netten Spaziergang oder einer schönen Wanderung und bringen Sie Ihre Freunde und Bekannte mit.

Um 10:00 Uhr beginnt dieses Fest mit einem ökumenischen Gottesdienst, der durch den Musikverein Mössingen musikalisch umrahmt wird. Beim anschließenden musikalischen Frühschoppen sorgt das Hauptorchester des Musikvereins unter der Leitung von Simon Löffelmann bis ca. 13 Uhr für gute Unterhaltung.

Zur Mittagessenszeit – werden Sie im Festzelt auf das beste bewirtet. Dort gibt es Rote, Curry-Wurst, Schweinehals oder Pommes. Es ist für jeden Geschmack etwas dabei. Natürlich werden die Väter auch bei uns auch nicht verdursten, es gibt frisch gezapftes Bier vom Fass und selbstverständlich auch alkoholfreie Getränke.

Natürlich darf dann dabei auch die musikalische Unterhaltung nicht fehlen. Zur Mittagszeit gehört die Bühne im Festzelt unseren Jugendgruppen – die von 13:15 bis 13:45 im Zelt für beste Stimmung sorgen werden. Michelle Duppke dirigiert die DaCapoKids und Ralf Kluge die MusicKids.

Für die kleinen Gäste gibt es Waffeln und unsere Nachwuchsmusikerinnen und -musiker bieten zudem ein unterhaltsames Programm an!

Zum Festausklang – von 16 bis 18 Uhr, spielt die Winzerkapelle aus Unterjesingen auf.

Einladung zur Jahreshauptversammlung

Am Freitag, 20. Mai 2022 steht wieder die Jahreshauptversammlung des Musikvereins Mössingen an. Alle Mitglieder sind herzlich eingeladen. Die Veranstaltung beginnt um 19:00 Uhr im Lehr- und Übungssaal im Feuerwehrhaus Mössingen.

Nun steht er wieder – der Maibaum!

Genug von dem Regen dachte sich wohl Petrus und ließ den letzten Abend im April doch noch mit Sonnenschein ausklingen. Zwar war es noch sehr kalt, trotzdem lockten diese Sonnenstrahlen zahlreiche Besucher in die neue Stadtmitte, die an diesem Tag ihre Bewährungsprobe hatte.

Vom alten Marktplatz zur neuen Stadtmitte

Auch zum Umzugsbeginn um 17:30 Uhr fanden sich sehr viele Zuschauer entlang der Falltorstraße ein. Gespannt warteten sie alle auf den langen Zug mit dem Maibaum. Dieser setzte sich nach der „Locke“ und dem Abriss des musikalischen Leiters Simon Löffelmann in Bewegung. Leichten Schrittes und mit flotten Märschen marschierten nun die Musiker des Musikvereins von der Langgaß-Schule (dem ehemaligen Viehmarkt) los, über die Falltorstraße bis hin zur neuen Stadtmitte. Sie geleiteten so Bruno Reutters prachtvolles Pferdegespann ganz standesgemäß bis zu seinem Bestimmungsort.

Die Umzugsstrecke führte entlang der altehrwürdigen Schild- und Schankwirtschaften. Wirtschaften waren in Mössingen schon früh ein wichtiger Gewerbezweig und gesellschaftlicher Trefflpunkt. Hier lernte man durch die Reisenden Land und Leute kennen und erfuhr, was außerhalb des Ortes in der Welt vorging. Hier saßen die Bauern und Handwerker beim Dämmerschoppen nach Feierabend oder an Sonntagen nach der Kirche zusammen und besprachen die Gemeindeereignisse. Bis heute zeugen diese stattlichen Häuser von dieser Zeit. Wie die älteste Schildwirtschaft – die alte Krone (heute Schuhhaus Wagner) zu Beginn des Umzuges! Aber auch der Ochsen durfte seit 1750 ein Schild führen.

Die Umzugsstrecke führte von der Schildwirtschaft Ochsen vorbei am ehemaligen Gasthaus Schwanen – heute ist hier das Schwäbische Tagblatt untergebracht.

An den Ufern der Steinlach entlang kamen wir noch an vielen ehemaligen Wirtschaften vorüber. So u. a. den alte Löwen, der 1874 von dem Fuhrmann und Tübinger Boten Jakob Schanz erworben wurde. Früher gab es in Mössingen einen Reutlinger, einen Rottenburger und einen Tübinger Boten, die mit ihren Pferdefuhrwerken regelmäßig die genannten Orte anfuhren. Ein weiterer Bote fuhr zweimal in der Woche nach Stuttgart. 1910 wurde der Nachkomme von Jakob Schanz, Gottlieb Schanz von der Tübinger Eisenbahnbetriebsinspektion als Rollfuhrunternehmer für Mössingen unter Vertrag genommen. Dem ehemaligen Güterbeförderer Rolf Schanz, der den Musikverein viele Jahre mit seinem Lastwagen bei den Altpapiersammlungen unterstützte, konnten wir an diesem Tag auch seine Ehrung für die 40-jährige fördernde Mitgliedschaft überreichen.

Schließlich war der lange Zug mit dem Maibaum an seinem Bestimmungsort angekommen. Dort nahmen die kräftigen Männer des Original Steinlachtaler Fasnetsvereins den langen Stamm einer Tanne in Empfang. So ganz ohne Maschinenkraft ging es nun weiter. Die Schwalben wurden gekonnt angelegt und der Maibaum Stück für Stück in die Höhe gestemmt. Das ist gar nicht so einfach, denn jeder Schritt muss auf das genaueste überwacht und durchdacht sein.

Viele Besucher sah die neue Stadtmitte an diesem doch etwas kühlen Abend. Nach zweijähriger coronabedingten Zwangspause sind viele wieder in Feierlaune und die erste Rote Wurst ließ man sich gut schmecken und genoss ein kühles Getränk dazu.

Mit aufmunternden Weisen unterstützte das Hauptorchester des Musikvereins die Arbeit der starken Männer. Es dauerte daher auch gar nicht so lange bis der schwere Maibaum richtig aufgestellt war und senkrecht stand. Dies unterstrichen die Schützen des Schützenvereins mit 18 Böllerschüssen.

Im Anschluss daran unterhielten die „MusicKids“ unter der Leitung von Ralph Kluge die Besucher auf dem Rathausplatz anschließend mit Stücken aus ihrem neuem Repertoire. Nach dem sich die „MusicKids“ mit einer Zugabe von ihrem Publikum verabschiedeten hatten, übergab Ralph Kluge den Dirigentenstab an Michelle Duppke.

Ein bisschen aufgeregt waren die „Da Capo Kids“ mit ihrer Dirigentin Michelle Duppke bei ihrem ersten Auftritt, denn es immer sehr aufregend vor so vielen Festbesuchern zu spielen. Man möchte sein Bestes geben und möglichst keinen einzigen Fehler dabei machen. Schließlich sitzen da ja nicht nur die Eltern, die Geschwister und die Großeltern unter den Gästen. Doch die „Da Capo Kids“ zeigten bravourös ihr Können und ernteten viel Lob, Anerkennung und natürlich Applaus.

Das musikalische Programm wurde nach dem Auftritt der Nachwuchsmusikerinnen und -musiker nun vom Hauptorchester des Musikvereins Mössingen bis zur einsetzenden Dämmerung fortgesetzt. Mit den „Adelhausener Impressionen“, den „80-er-Kulthits“ oder dem Marsch „Kaiserin Sisi“ erklangen endlich wieder Blasmusikklänge unter freiem Himmel. Mit dem „Mussinan Marsch“ grüßte wir unserem aktiven Musiker Karl Steinhilber und freuen uns schon darauf, wenn seine „Wirtschaft im Probelokal“ wieder eröffnet wird.

Viele Augen folgten aber auch dem weiteren Geschehen rund um den Maibaum. Denn da tat sich noch eine ganze Menge. Hoch oben im Steiger standen Dietmar Hoffmann und Alexander Wildner, um noch letzte Hand anzulegen und den Baumschmuck anzubringen.

Nun wiegt sich der Maibaum wieder sanft im Wind mit seiner grünen Girlande, dem Ring aus Tannenzweigen und den rot-weißen Bändern und wir hoffen, dass unser Baum auch in diesem Jahr wieder viel Freude bereitet und im Wonnemonat Mai viele sonnige Stunden in der Stadtmitte erleben darf!

Wir bedanken uns bei all unseren Gästen, die sich an diesem Tag auf den Weg zur neuen Stadtmitte gemacht haben, für die Bereitstellung der Knax-Hüpfburg (Kreissparkasse Tübingen), die von den zahlreichen Kindern freudig in Beschlag genommen wurde, allen Helfern des Original Steinlachtaler Fasnetsvereins sowie allen Helfern bei der Bewirtung und der Nachtwache, die bis in den Morgen ausharrte, um dem alten Brauch des nächtlichen Maibaum-Absägens entgegenzuwirken.

Viele Besucher interessierten sich aber auch für die Schilder, die am Stamm des Maibaums angebracht wurden: „Was bedeuten denn diese Schilder am Maibaum?“ Es handelt sich hierbei um die Zunftzeichen des Handwerks.

Aber der Maibaum steht auch für den Wohlstand eines Dorfes und für bürgerliches und gemeinschaftliches Bewusstsein. Die Tafeln stehen für die einzelnen Handwerkszünfte (Zimmerer, Flaschner, Elektriker, Metallarbeiter, Feuerwehr, Maler, Küfer, Gipser, Dachdecker, Schmied, Schreiner und Bäcker).

Nachlese Ehrungsmatinee

Zwei Jahre Coronapandemie, die mit einem Freitag den 13. begann, liegen nun bereits hinter uns. Die geplante Mitgliederversammlung war die erste Veranstaltung, die abgesagt werden musste, der alle weiteren leider folgten. „Egal ob Proben, Geburtsstagsständle, Olgafest, Maibaumaufstellen, Rosenmarkt, sogar unsere traditionelle und beliebte Winterfeier konnte nicht stattfinden“, so unser Erster Vorsitzender Peter Anderlitschka in seiner Begrüßungsrede. „Denn gerade das Geburtstagsständle oder die Winterfeier sind der ideale Rahmen, um unseren Mitgliedern gebührend danken zu können.“

„So Ehre denn, wem Ehre gebührt“

Mit diesem Zitat aus Goethes Faust – Chor in Walpurgisnacht, eröffnete das Hauptorchester unter der Leitung von Simon Löffelmann mit dem sinfonischen Werk „Concerto d’Amore“ dieses besondere Konzert. Der darauffolgende Marsch von Alexander Maurer führte musikalisch und flott nach Niederösterreich und auch zum nächsten Programmpunkt – der Ehrung der aktiven Musiker.

Leistungsabzeichen in Bronze „D1“

Nach einer bestimmten Zeit der Ausbildung auf einem Instrument, will man schließlich auch mal wissen, wo man steht. Diese Möglichkeit bietet das Musikerleistungsabzeichen in Bronze, für dessen Durchführung die Bläserjugend Baden-Württemberg verantwortlich ist.

Mit Sonja Kehrer hatte sich eine Jungmusikerin dieser Prüfung gestellt und mit hervorragenden Leistungen bestanden.

Nach einer intensiven Vorbereitung auf diese Prüfung, wobei unsere Jugendleiterinnen Michelle Duppke und Amelie Steiner in die Rolle der Lehrerinnen schlüpfen durften, stand am Ende schließlich auch die Prüfung an. Diese D1-Prüfung setzte sich aus zwei Teilen – einem theoretischen und einem praktischen Teil – zusammen. Abgefragt wurden neben der allgemeinen Notenkunde auch musikalische Fachbezeichnungen und Gehörbildung. Im praktischen Teil musste jeder Prüfling auf seinem Instrument sieben Tonleitern mit dem dazugehörigen Dreiklang beherrschen sowie ein Pflicht- und ein Selbstwahlstück vortragen.

Herzlichen Glückwunsch an unsere erfolgreiche Nachwuchsmusikerin zu dieser tollen Leistung: Michelle Duppke und Amelie Steiner gratulierten Sonja Kehrer zur erfolgreichen Absolvierung des Leistungsabzeichen in Bronze.

Ehrung der Aktiven

Dieter Hähnle, Beisitzer des Blasmusikverbandes Neckaralb für den Bereich Tübingen, nahm die Ehrung der aktiven Mitglieder vor.

Ein Jahrzehnt

Für 10-jährige aktive Musikertätigkeit wurden Nadine Duppke (Trompete) und Florian Hoffmann (Tenorsaxophon) mit der Ehrennadel in Bronze geehrt.

Zwei Jahrzehnte

Von Geburt an dabei – und daher für 20 Jahre fördernde und aktive Musikertätigkeit wurde Dominik Strey (Schlagzeug und Percussion) mit der silbernen Nadel ausgezeichnet.

Drei Jahrzehnte

Seit 30 Jahren aktiv und dafür mit der goldenen Nadel ausgezeichnet wurden Alice Bühler (Tenorsaxophon), Felicitas Ruckh (Bariton) und Katrin Speidel (Altsaxophon)

Vier Jahrzehnte

40 Jahre aktive Mitgliedschaft in einem Musikverein – das sind 40 Jahre Proben, Probenwochenenden, Konzerte, Feste, Marschmusik und viel Geselligkeit. Auf diese lange Erfahrung können von nun an auch Josef Turad (Posaune) und Claudia Wallis (Querflöte) zurückblicken, die für dieses außergewöhnliche Jubiläum die Goldene Ehrennadel mit Diamanten des Blasmusikverbandes Neckaralb sowie eine Ehrenurkunde erhielten.

Eine besondere Ehrung, die sicherlich nicht mehr viele Vereine vornehmen können“, so Dieter Hähnle als zu einer ganz besonderen Ehrung überleitete.

60 ist tatsächlich eine beachtliche Zahl und es folgte langanhaltender begeisterter Beifall für Francesco Mule und Karl Steinhilber, die beide für 60 Jahre aktive und fördernde Mitgliedschaft im Musikverein geehrt wurden.

Eine ganz besondere Anerkennung

Martin Neuhoff gehört zur „guten Seelen“ unseres Vereins, der sehr viel im Hintergrund arbeitet, bei Veranstaltungen als Erster kommt und auch oft auch als Letzter geht, um nach dem Rechten zu sehen. Die Förderermedaille in Bronze mit Urkunde für 10-jährige Tätigkeit als 2. Vorsitzender erhielt Martin Neuhoff durch Dieter Hähnle überreicht.

„Danke, Martin für alles!“, so der 1. Vorsitzende Peter Anderlitschka bei der Geschenkübergabe.
Die Solistinnen Lea Dieter und Yvonne Sudikatis hatten im Anschluss daran ganz passend „die launischen Klarinetten“ im Angebot. Zum einen, weil sich unser Dirigent, selbst Soloklarinettist der Württembergischen Philharmonie Reutlingen, ein Klarinetten-Solo gewünscht hatte, sondern weil die beiden mit ihrer Fingerfertigkeit, Präzision und musikalischem Können bei diesem Solostück überzeugten.

Blasmusik hilft

„Musik wäscht die Seele vom Staub des Alltags rein.“ Dieser Satz wird dem deutschen Schriftsteller Berthold Auerbach zugeschrieben, der vor ca. 150 Jahren bereits um die Bedeutung von Musik für das menschliche Gemüt, wusste. Musik ist ein Mittel, um von den Sorgen und Nöten des Alltags zu entfliehen. Sie vermag aber auch andere Menschen zu begeistern und zu bewegen. Aktuell leben wir in einer Zeit, in der Dinge passieren, die noch vor wenigen Jahren unvorstellbar gewesen wären. Gerade der Krieg in Europas Osten hat uns wieder einmal traurig vor Augen geführt, wie rasch Existenzen zerstört werden können und Menschen unverschuldet vor dem Nichts stehen.

Der Erlös in Höhe von 2.530 € aus dem Benefizkonzert vom So. 10. April konnten wir in diesem feierlichen Rahmen an Siegfried Schanz, dem 1. Vorsitzenden der Rumänienhilfe Mössingen e. V. übergeben und mit Jaroslav Skabrada’s Polka Lebensfreude musikalisch abrunden.

Dank den fördernden Mitgliedern ohne deren Unterstützung eine solch tolle Arbeit gar nicht möglich wäre. Neben den aktiven Mitgliedern sind es vor allem nämlich auch die fördernden Mitglieder, die unseren Musikverein unterstützen. Sei es durch tatkräftiges Anpacken bei Altpapiersammlungen, bei Festen oder bei allen anderen, zahlreich sich bietenden Gelegenheiten oder auch durch Mitgliedsbeiträge und Spenden. Auch ihnen gebührt ein sehr großer Dank, weil sie damit einen Großteil dazu beitragen, dass sich unser Verein stets weiterentwickeln und entfalten kann.

Für 10-jährige Mitgliedschaft wurden Ottmar Duppke, Sophie Thun und Marianne Sulz geehrt.

Auf 20-jährige Mitgliedschaft blicken Steffen Leuze, Dirk und Jochen Steinhilber, Eberhard Wilberg und Karl-Heinz Vogt zurück.

Dem Verein seit 30 Jahren sind Jakob Haap, Helmut Heinz, Rösi Krautter, Josef Leukart, Peter Looser, Werner, Mader, Horst Rietzler, Isolde Speidel, Hugo Steiger, Rolf Steinhilber und Karl Schwienbacher verbunden.

Auf 40 Jahre Treue zum Verein dürfen Holger Bumiller, Pfarrer Michael Broch, Matthias Dieter, Gerhard Fleischer, Günter Krautter, Mario Luz, Gisela Müller, Marcus Schuberth-Hömke, Rolf Schanz und Oliver Schmid stolz sein.

Die Satzung des Musikvereins 1899 Mössingen sieht vor, dass fördernde Mitglieder, die dem Verein 50 Jahre angehören, zu Ehrenmitgliedern ernannt werden. Diese außerordentliche Ehre kam Manfred Zukunft und Günter Maier zuteil.

Kurzweilig führte Peter Anderlitschka durch das Konzertprogramm. Von der Paula Polka zur Starparade, erhielten so zusätzlich zur musikalischen Darbietung die nötigen Hintergrundinformationen. Mit dem vorletzten Stück „Du hast den Farbfilm vergessen“, welches anlässlich der Verabschiedung unserer Bundeskanzlerin Frau Dr. Angela Merkel von Michael Heubach arrangiert wurde, meinte er natürlich nicht unseren MVM-Fotografen Günther Haag. Dieser hatte mit seiner Kamera alles immer fest im Blick.

Aber wie könnte diese feierlich Ehrungsmatinee nicht schöner ausklingen als mit dem Stück „Selection from the Comedian Harmonists“ arrangiert von Vlad Kabec, das mit „Mein kleiner grüner Kaktus“ und „Veronika der Lenz ist da“ an die unbeschwerte Zeit der goldenen 20er Jahre erinnerte.

„Ein Freund, ein guter Freund – Das ist das Beste, was es gibt auf der Welt…“ – ja, das ist er wirklich – Jürgen Machann, an diesem Sonntag feierte er seinen 55. Geburtstag und für uns mit diesem Stück noch eine gute Gelegenheit ihm zu gratulieren und zu danken

Langanhaltender tosender Applaus war am Ende der verdiente Lohn für die vielen Probenstunden. Mit der Zugabe „All you need is love“ verabschieden sich die Aktiven des Hauptorchesters von einem begeisterten Publikum. Auch der Erste Vorsitzende Peter Anderlitschka bedankte sich bei den Zuhörern für deren Besuch und auch wir bedanken uns bei unserem Publikum sowie bei unserem Bewirtungsteam um Wilfried Eißler – das die Gäste auf das Beste versorgte. Ebenso möchten wir uns für die gut abgestimmte Bühnentechnik bei Tom Dieter mit seinem Team bedanken.

„Eine besondere Ehrung“

Eine Woche später – am Freitagnachmittag konnten wir Karl Steinhilber, der leider wegen einer Virusinfektion nicht der Ehrungsmatinee beiwohnen konnte, die wohlverdiente Ehrung überreichen. Denn 60 ist tatsächlich eine sehr beachtliche Zahl.

Auf 60 Jahre aktive und fördernde Mitgliedschaft im Musikverein kann nun Karl Steinhilber zurückblicken. In der alten Stadtmitte aufgewachsen – auf dem Bild: das Haus des Großvaters Martin Steinhilber in der Kreuzung Bahnhofstraße, Falltorstraße, Berggasse.

Im Sommer 1961 ist Karl Steinhilber dem Musikverein als aktives Mitglied beigetreten. Alex Stübbe nahm den damals 17-jährigen in die Probe mit. Der damalige Dirigent Wilhelm Schöffel meinte, dass zu ihm wohl am besten die Tuba passen würde. So wurde Karl zwischen die Reihen der Aktiven gesetzt und erhielt gleich die ersten Griffe gezeigt. Schnell lernte er die Tuba beherrschen und seinen ersten Auftritt hatte er noch im selben Jahr an der Winterfeier. Von 1974 bis 1988 war er 2. Vorsitzender und Ausschussmitglied von 2003 bis 2011. Seit 2011 ist er Ehrenmitglied.

Maibaumfest, Sa. 30.04.2022

Pünktlich zu Beginn des Wonnemonats steht am Samstag, 30. April wieder das traditionelle Maibaumaufstellen auf dem Programm. Hierzu laden wir Sie schon jetzt herzlich ein, an diesem Samstag, 30. April ab 18:00 Uhr in der neuen Stadtmitte vorbeizuschauen.

Der Festzug mit dem schön geschmückten Maibaum setzt sich um 17:30 Uhr bei der Langgaß-Schule in Bewegung und wird vom Pferdegespann von Bruno Reutter entlang der Falltorstraße und flotter Marschmusik ganz standesgemäß zur neuen Stadtmitte geführt.

Vom alten Marktplatz zum neuen Stadtzentrum

Umzugsbeginn ist am Viehgarten bei der Langgass-Schule. Hier wurden noch bis Mitte des 20. Jahrhunderts Viehmärkte abgehalten und war über lange Zeit der Mittelpunkt des Dorfes.

Die Umzugsstrecke führt vorbei an der alten Krone (heute Schuhhaus Wagner), der ältesten Schildwirtschaft. 1550 war der Besitzer Bernhard Steinhilber.

Schildwirtschaften waren somit die ersten Wirtschaften im Ort. Die württembergische Wirtsordnung von 1584 besagt hierzu folgendes: „Wer Wirtschaft anfahren will, soll es zuerst bei der Obrigkeit anbringen und einen Schild, Kranz oder Reif aushängen, sobald er Konzession hat. Er soll vier angerichtete Bettstatten halten, acht Pferde stellen können im Stall.“ Schildwirtschaften waren somit die ersten Wirtschaften im Ort. Ihre Besitzer gehören zur dörflichen Ehrbarkeit, Wirte stehen in der württembergischen Klassenordnung eine Stufe höher als Bauern und Handwerker. In protestantischen Dörfern – wie Mössingen, wurden Wirtshäuser nicht selten von Pfarrerstöchtern als Wirtinnen betrieben, deren zweite Söhne auch wieder Theologen wurden. Da die Reisenden von außerhalb – also aus aller Herren Länder, kamen und Ansprüche stellen konnten, musste man Tischsitten kennen, gute Weine und eine ansprechende Unterhaltung führen können. Eine Zeit lang verlangte man daher auch Lateinkenntnisse von einem solchen Wirt, der bisweilen hohe dörfliche Ämter bekleidetete.

Der rege Reise- und Handelsverkehr war dadurch verursacht, dass die Schweizer Straße, eine Hauptverkehrsverbindung in die Schweiz, durch Mössingen hindurchführte. Diese Straße begünstigte die Gründung von bedeutenden Gasthöfen entlang der Route. Mössingen war zudem üblicherweise das Ziel einer Tagesetappe.

Beherrschend auf einer Anhöhe steht die Peter- und Paulskirche, von der wir aber auf der Umzugsstrecke nur einen Blick erhaschen können. Die Orgel wurde vor 200 Jahren von Johann Jacob Weimar erbaut. Dieser war der Schwager des Bodelshäuser Hirschwirts Johann Georg Haag.

Wir würden uns natürlich sehr über viele Zuschauer an der Umzugsstrecke entlang der altehrwürdigen Schild- und Schankwirtschaften freuen!

In der Stadtmitte angekommen, wird der Baum von den starken Männern des Original Steinlachtaler Fasnetsvereins – unter aufmunternden Klängen des Musikvereins, in die Höhe gestemmt. Nur noch sehr selten sieht man diese althergebrachte Weise des Maibaumaufstellens per Hand, mit Muskelkraft und nur mit Hilfe von sogenannten „Schwalben“.

Ihren ersten Auftritt in diesem Jahr haben die „MusicKids“ unter der Leitung von Ralph Kluge. Die „MusicKids“ und das Hauptorchester des Musikvereins sorgen für beste musikalische Unterhaltung. Natürlich kommt auch das leibliche Wohl nicht zu kurz. Für die Bewirtung mit kühlen Getränken und Roter Wurst ist gesorgt. Und für die kleinen Gäste steht wieder eine Hüpfburg bereit. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Benefizkonzert für Frieden und Freiheit

Anlässlich des Überfalls auf die Ukraine und dem damit ausgelösten großen Leid unzähliger unschuldiger Menschen rief das Präsidium des Landesmusikverbands Baden-Württemberg sogleich alle rund 6.300 musiktreibenden Vereine im Land zur Veranstaltung von Benefizkonzerten auf. Der Verband sah sich nämlich besonders in die Pflicht genommen, dem Donnern der Kanonen die vereinte, tröstende und friedensstiftende Macht der Musik aus zigtausend Instrumenten entgegenzubringen.

Nur zu gern folgte der Musikverein 1899 Mössingen e. V. diesem Aufruf, um gemeinsam am vergangenen Sonntag mit dem Organisten Jonathan Ferber ein Kirchenkonzert zu Gunsten der Ukraine zu veranstalten. Leider musste unser Simon sein Dirigat wegen einer Virusinfektion kurzfristig absagen. Um das Tagblatt zu zitieren: „Dies setzte eine ökumenische Helferspirale in Gang…“, denn dadurch das der Organist Jonathan Ferber, Organist und Chorleiter in der katholischen Seelsorgeeinheit Steinlach-Wiesaz, bereits eingeplant war, übernahm dieser kurzerhand den Dirigierstab und für das Orgelsolo im Hauptstück des „Großen Tor von Kiew“ sprang der Bezirkskantor Nikolai Ott für Jonathan Ferber ein. Ganz herzlichen Dank an dieser Stelle für diesen Einsatz!

In seiner Begrüßungsrede begrüßte Jürgen Machann die zahlreichen Gäste, darunter Großeltern, Eltern, Freunde und Bekannte der Musiker. Ebenso hieß er auch Herrn Oberbürgermeister Michael Bulander mit Familie willkommen. Und Dank der eingespielten Video-Übertragungstechnik von Tom Dieter konnte er auch unseren live zugeschalteten, Simon Löffelmann herzlich grüßen, der es sich nicht nehmen lassen wollte, dem Konzert beizuwohnen.

Nach der Begrüßung übernahm Jürgen Machann souverän und mit viel Geschick die Moderation des Programms und vermittelte zudem die notwendigen Hintergrundinformationen zu den einzelnen Musikstücken.

Musik – auch ohne Worte – ist Sprache

Musik wird häufig als etwas universell Menschliches bezeichnet – eine Sprache, die jeder versteht. Trotz aller kulturellen Unterschiede folgen Musikstücke immer universellen Mustern. So haben etwa Liebeslieder, Tanzstücke und Wiegenlieder weltweit grundlegende Gemeinsamkeiten. Deshalb können Menschen die Funktion eines Musikstücks sogar dann oft leicht erkennen, wenn es aus einem völlig anderen Kulturkreis stammt.

Eine traumhafte Orgel in einer traumhaften Kirche. Allerdings hat Johann Sebastian Bach auf dieser Orgel nie gespielt: Die Orgel in der Peter-und-Paulskirche wurde von Johann Jakob Weimar aus Bondorf 1821 erbaut. Daher als Eröffnungsstück die Passacaglia in c-Moll, eine Orgelkomposition von Johann Sebastian Bach. Sie besteht aus zwei Sätzen, der eigentlichen Passacaglia und einer Fuge. Wahrscheinlich ein recht frühes Werk, ist es eine seiner wichtigsten und bekanntesten Kompositionen und hatte einen entscheidenden Einfluss auf Passacaglien des 19. und 20. Jahrhunderts.

Jonathan Ferber, ein Meister seines Faches bringt die traumhaftschöne Orgel mit der großen Passacglia in c-moll von Johann Sebastian Bachs, zu einer faszinierenden Klangfülle.

„Concerto d’Amore“

„Bei Jacob de Haan geht einem Bläser ganz das Herz auf“, so Jürgen Machann weiter. Dieses Stück wird von uns gerne auch bei Hochzeiten gespielt, denn dieses sinfonische Werk „Concerto d’Amore“ ist die klangliche Beschreibung einer sich entwickelnden Liebesbeziehung. Dieses sehr anspruchsvolle Stück wurde sehr gefühlvoll vorgetragen und demonstrierte neben einer ausgeprägten Dynamik große Sicherheit bei den geforderten Tempiwechseln.

n seiner Begrüßungsrede berichtet Michael Heß (Vorstandsmitglied der Rumänienhilfe e. V.), über die Zweckbestimmung der Erlöse aus diesem Konzert. Mit diesen Geldern wird die Arbeit von Pastor Otto Kisch in Sacele (eine Stadt in Rumänien im Kreis Brașov, der zur Region Siebenbürgen gehört). Zwei ukrainische Flüchtlingsfamilien hat er dort bei sich aufgenommen. Mit dabei ein behindertes Kind und ein schwerbehinderter Familienvater, beide im Rollstuhl. Der rumänische Staat bezahlt zwar die Behandlung, aber nicht die notwendigen Medikamente noch die Verpflegung. Diese Familien kommen aus umkämpften Gebieten und mussten alles zurücklassen. Behinderte Menschen auf der Flucht und ihre Angehörigen brauchen besondere Hilfe.

Unterstützen wollten wir – so waren wir Musiker uns alle einig, eine örtliche Hilfsorganisation und daher sollte der Erlös aus diesem Benefizkonzert auch der Arbeit der Rumänienhilfe Mössingen e. V. zu Gute kommen.

„Gib Frieden, Herr, gib Frieden“

Einen schönen Bezug von der Friedenshymne „99 Luftballons“ zum nächsten Stück „Hymne an die Nacht„, zeichnete unser Moderator. Die Hymne an die Nacht ist ein bewegendes Thema aus der Feder des großen Meisterkomponisten Ludwig van Beethoven. Es stammt aus seiner Sonate Nr. 23 in f-Moll, op.57 (Appassionata), welche er in den Jahren 1804-1806 komponierte. Dies wurde wunderschön ergänzt durch die geistlichen Gedanken von Pfarrer Joachim Rieger mit den Zietaten aus dem Gesangbuchlied „Gib Frieden, Herr, gib Frieden: Denn trotzig und verzagt hat sich das Herz geschieden von dem, was Liebe sagt! Gib Mut zum Händereichen, zur Rede, die nicht lügt, und mach aus uns ein Zeichen dafür, dass Friede siegt.

„Alles was du brauchst ist Liebe“ – Die Zahl der Beatles-Hits ist immens. Zu den populärsten Songs gehört fraglos diese Hymne des Summer of Love 1967, die als musikalisches Signum einer ganzen Generation gelten kann. Die prägnante Titelzeile ist so geläufig, dass sie zum geflügelten Wort geworden ist.

„Von guten Mächten wunderbar geborgen“

Gefühlvoll und gleichzeitig überwältigend – mit der speziell arrangierten Version „von guten Mächten“ für Blasorchester des Komponisten Martin Scharnagl ging es im Programm weiter. Das geistliche Gedicht hierzu stammt von Dietrich Bonhoeffer, dass dieser in einem Brief an Maria von Wedemeyer aus dem Kellergefängnis des Reichssicherheitshauptamts in Berlin im Dezember 1944 schrieb. Das siebenstrophische Gedicht bezog sich auf seine persönliche Situation, eine gedrückte und ausweglose Situation, da er jederzeit mit seiner Hinrichtung rechnen musste. Obwohl Bonhoeffer den Tod vor Augen hatte, zeugt das Gedicht von einem tiefreligiösen Menschen, dessen Leben von einer großen Hoffnung und Gotteszuversicht geprägt war.

„Mutter aller russischen Städte“

Kiew galt als wichtiger Bildungs- und Industriestandort und bildete darüber hinaus den wichtigsten Verkehrsknotenpunkt des Landes. Aufgrund ihrer historischen Bedeutung als Mittelpunkt der Kiewer Rus trägt die Stadt oft den Beinamen Mutter aller russischen Städte. Das zentrale Stück dieses Kirchenkonzertes bildete daher das Stück „Das große Tor von Kiew“. „Das große Tor von Kiew ist eine musikalische Präsentation dessen, was Mussorgsky auf einer Kunstausstellung in St. Petersburg gesehen hat“, so hierzu die einleitenden Worte von Jürgen Machann. Das Bild bezieht sich auf den zeichnerischen Entwurf Hartmanns für ein Kiewer Stadttor mit Glockenturm und einer kleinen Kirche im Innern und zeigt den Einzug der siegreichen Heere unter Glockengeläut und ist von dem national gesinnten Mussorgsky auch als Symbol des russisch imperialen Anspruchs gesehen worden. Dieser Satz ist ein majestätisches Finale, als eine unschuldige Pracht und Herrlichkeit mit glockenhaft schwingenden Akkorden. In unserer Erinnerung wird es daher immer das Werk eines großen russischen Komponisten bleiben, der Kiew so sehr liebte, dass er seine „Bilder“ damit beschloss.

bei diesem Stück verschmolzen die Orgel – gespielt von Nikolai Ott (Bezirkskantor) und Hauptorchester zu einem eindrucksvollen Klangkörper.

„Standing ovations“

Der lange anhaltende Applaus der Gäste war der Lohn für die vielen Probestunden. Mit der Zugabe „Adagio Nr. 4“ von Franz Watz verabschieden sich die Aktiven des Hauptorchesters von einem begeisterten Publikum. Auch der Moderator Jürgen Machann bedankte sich bei den Zuhörern für deren Besuch und auch wir bedanken uns bei unserem Publikum.

Danke für Ihre Spende

An dieser Stelle möchten wir uns bei allen Konzertbesuchern für die großzügigen Spenden in Höhe von rund 2.500 € bedanken!

Ausblick

Zum Abschluss möchte ich nochmals das Tagblatt zitieren: „…bieten die Mössinger Kirchen eine dankbare Akustik, wünschte man diesem prächtig klangvollen Ensemble auch mal die Reutlinger Stadthalle oder mindestens die Neue Aula in Tübingen als Konzertort…“:

Die Aula der Friedrich-List-Gemeinschaftsschule verwandelt sich in einen Konzertsaal! Wir wollen Sie als unsere Gäste mit einem musikalisch anspruchsvollen Programm erneut begeistern! Lassen Sie sich überraschen!

„So Ehre denn, wem Ehre gebührt“

Zahlreiche langjährige und verdiente aktive und fördernde Mitglieder sollten eigentlich anlässlich der vergangenen beiden Winterfeiern ausgezeichnet werden. Doch leider war dies coronabedingt nicht möglich. Ebenso konnten auch viele Geburtstagsständle anlässlich eines runden Geburtstages in den letzten beiden Jahren nicht gespielt werden. Das fanden wir sehr sehr Schade und daher möchten wir diese Ehrungen in einen besonderen Rahmen setzen.

Denn – jedes einzelne Mitglied ist uns wichtig. In der heutigen Zeit gibt es zwar eine Vielzahl an Freizeitangeboten, aber nichts davon lässt sich mit der Musik vergleichen, weil man damit einfach alles hat. Neben den aktiven Mitgliedern sind es vor allem auch die fördernden Mitglieder, die unseren Musikverein unterstützen. Aber auch das Publikum möchten wir nicht vergessen, denn der Beifall sind wahre Glücksmomente für uns Musiker.

Allen gebührt daher großer Dank, weil sie alle damit einen Großteil dazu beitragen, dass unser Verein sich stets weiterentwickeln und entfalten kann! Seien Sie also alle herzlich eingeladen und genießen Sie das Programm dieser „Ehrungsmatinee“.

Ankündigung Benefizkonzert

Ein gemeinsames Zeichen der Solidarität

Am Sonntag, 10. April um 18 Uhr laden der Musikverein Mössingen  und der Organist Jonathan Ferber zu einem Benefizkonzert in die Peter- und Paulskirche ein.

Wir würden uns freuen, Sie als Gäste begrüßen zu können.

Der Eintritt ist frei.

Der Konzerterlös geht als Spende zu Gunsten der Arbeit der Rumänienhilfe Mössingen e. V.

(Rumänienhilfe Mössingen – Hilfsorganisation für sozial benachteiligte Menschen in Rumänien (rumaenienhilfe-moessingen.de)

Musikstück als Kriegsopfer

Das Schlussstück aus Mussorgskys Zyklus „Bilder einer Ausstellung“ werden wir wohl nie mehr unbeschwert hören können. Gemeint ist „das große Tor von Kiew“ und bezieht sich auf den zeichnerischen Entwurf Hartmanns für ein Kiewer Stadttor mit Glockenturm und einer kleinen Kirche im Innern. Bislang hörte man den Satz als majestätisches Finale, als unschuldige Pracht in Es-Dur, als Herrlichkeit mit glockenhaft schwingenden Akkorden, mit Zwiebeltürmchen und mit viel Liebe zum Detail. Das ist aber nun alles vorbei. Putin hat auch dieses Werk bombardiert. Jetzt kleben an diesem großen Tor vor unserem inneren Auge Blut, Asche und viele Tränen.

Oft wird leider auch die Musik in einen Krieg hineingezogen – wie etwa „Les Préludes“ von Franz Liszt. Das Hauptthema dieses Orchesterstücks wurde von den Nazis im Zweiten Weltkrieg als Erkennungsmelodie für den Bericht der Wehrmacht im Rundfunk und in den „Wochenschauen“ verwendet. Noch heute schrecken viele Ältere zusammen, wenn sie das Vernehmen.

Hingegen ist Mussorgskys „großes Tor von Kiew“ in keinster Weise am Krieg beteiligt. Jedoch erlebt es so eine Art Kollateralschaden. In unserer Erinnerung wird es immer das Werk eines großen russischen Komponisten bleiben, der Kiew so sehr liebte, dass er seine „Bilder“ damit beschloss.

„Von guten Mächten wunderbar geborgen“

Diese bekenntnishafte Botschaft an seine Braut und an die beiden Familien steht am Anfang des Liedes von Dietrich Bonhoeffer und bildet dessen theologisches Zentrum. In diese Gewissheit nimmt er seine Lieben mit hinein: „So will ich diese Tage mit euch leben und mit euch gehen in ein neues Jahr.“

Der Theologe Jürgen Henkys schrieb, es gebe keine andere geistliche Dichtung seit dem Zweiten Weltkrieg, die sich so im allgemeinen Fundus der Leit- und Lebenssprüche eingenistet habe, wie die Schlussstrophe dieses Liedes. Trifft man sie doch öfters auf Kalenderblättern und Postkarten wie auch auf Todesanzeigen. Entscheidenden Anteil an der Popularität hatte die Vertonung von Siegfried Fietz.

So kam es auch 2019 zu einem Novum in der Geschichte des beliebten Freiluft-Festivals WOODSTOCK der Blasmusik. Dort erklang nämlich während eines gemeinsamen Gottesdienstes auf dem Festivalgelände „Von guten Mächten“. Für diese besondere Aufgabe wurde der Komponist Martin Scharnagl beauftragt. Es war wohl ein einzigartiges Erlebnis das sowohl Besucher wie auch aktive Musiker gleichfalls tief berührte.

Es ist ein großes unsichtbares Reich, in dem man lebt und an dessen Realität man keinen Zweifel hat. Wenn es im alten Kirchenlied von den Engeln heißt: „zweie die mich decken, zweie, die mich wecken“, so ist diese Bewahrung am Abend und am Morgen durch gute unsichtbare Mächte etwas, was wir Erwachsenen heute nicht weniger brauchen als die Kinder.

Ehrungsmatinee, So. 24.04.2022

„So Ehre denn, wem Ehre gebührt“ – mit diesem Zitat von Johann Wolfgang von Goethe möchten wir Sie zu unserer Ehrungsmatinee einladen. Feiern Sie gemeinsam mit unseren langjährigen Mitgliedern deren besondere Jahrestage. Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Zahlreiche langjährige und verdiente aktive und fördernde Mitglieder sollten eigentlich anlässlich der vergangenen beiden Winterfeiern ausgezeichnet werden. Doch leider war dies coronabedingt nicht möglich. Ebenso konnten auch viele Geburtstagsständle anlässlich eines runden Geburtstages in den letzten beiden Jahren nicht gespielt werden. Das fanden wir sehr sehr Schade und daher möchten wir diese Ehrungen in einen besonderen Rahmen setzen.

Die Aula der Friedrich-List-Gemeinschaftsschule verwandelt sich in einen Konzertsaal! In diesem feierlichen Rahmen werden wir auch die Scheckübergabe mit den Erlösen des vergangenen Benefizkonzertes an die Rumänienhilfe Mössingen e. V. vornehmen. Noch einmal werden wir dann auch die Gelegenheit haben uns bei allen Konzertbesuchern für die großzügigen Spenden in Höhe von 2.500 € zu bedanken!

Denn – jedes einzelne Mitglied ist uns wichtig. In der heutigen Zeit gibt es zwar eine Vielzahl an Freizeitangeboten, aber nichts davon lässt sich mit der Musik vergleichen, weil man damit einfach alles hat. Neben den aktiven Mitgliedern sind es vor allem auch die fördernden Mitglieder, die unseren Musikverein unterstützen. Aber auch das Publikum möchten wir nicht vergessen, denn der Beifall sind wahre Glücksmomente für uns Musiker.

Allen gebührt daher großer Dank, weil sie alle damit einen Großteil dazu beitragen, dass unser Verein sich stets weiterentwickeln und entfalten kann! Seien Sie also alle herzlich eingeladen und genießen Sie das Programm dieser „Ehrungsmatinee“.

Abendspaziergang

Der Ton macht die Musik

Der Ton ist ein seelenloses abstraktes Ding und existiert eigentlich nur auf dem Papier. Wird der Ton allerdings gespielt, verleihen ihm das jeweilige Instrument und auch der Raum letztendlich seinen ganz eigenen Klang. So unterschiedlich die Musikinstrumente auch sind, sie haben alle eines gemeinsam: Der Klang wird durch Vibration ausgelöst.

Beim Xylophon geben die Holzklangstäbe nach dem Anschlagen mit einem Holzschlägel einen weichen und warmen kurzen perkussiven Klang von sich. Während bei der Blockflöte die Luftsäule durch den Atem des Spielers vibriert.

Abendspaziergang

Wohltuende Töne kann man vernehmen, wenn man beispielsweise am Montagabend während eines Spaziergangs an der Halle des Musikvereins in Belsen vorbeimarschiert. Drinnen in der guten Stube haben es sich die Geschwister Julia und Paul Hohmann gemütlich gemacht. Paul hat seine Blockflöte ausgepackt und beginnt mit seiner Hausaufgabe. Danach ist Julia an der Reihe. Das Xylophon hat sie liebevoll auf den Holzstuhl gestellt und den einen Schlägel dabei fest in der Hand. Auf den richtigen Anschlag muss sie sich konzentrieren, den der erfordert ganz schön viel Fingerspitzengefühl. Sie übt das Lied „alle meine Entchen“ und singt dabei mit. Es klappt auch schon richtig gut und sie freut sich schon darauf es nachher zuhause den Eltern nochmals vorspielen zu können. Auch gemeinsam spielen die beiden sehr gerne: „das ist dann ne schöne Hausmusik!“, meint Paul.

Danke

Das die Halle in Belsen unter der Woche immer so schön ordentlich und vor allem warm ist, verdanken wir unserem Hallenwart Wille Eißler und dafür möchten wir uns ganz besonders bedanken.

Eine gelungene Überraschung

Am vergangenen Dienstagabend etwas Besonderes auf dem Programm: das Ständle anlässlich des 60. Geburtstages von Simon Löffelmann. Hierzu trafen wir uns bereits um 19 Uhr auf dem Parkplatz beim Don Bosco, um spielbereit zu sein, wenn er in den Hof fuhr. Nur seine Tochter Laura hatten wir ihn unseren Plan eingeweiht.

Sein Enthusiasmus ist ansteckend

Seit 2008 ist Simon Löffelmann, stets gut gelaunt, der musikalische Leiter des Musikvereins Mössingen. Die wöchentlichen Proben sind bestens besucht, denn man freut sich einfach darauf. Daher wollten wir ihm dieses besondere Geschenk machen.

So nahmen wir ihn mit dem „Geburtstagsmarsch“ aus der Feder von Ernst Mosch, standesgemäß in Empfang. Sichtlich gerührt nahm er unsere Begrüßung entgegen und hielt diesen Augenblick für sich im Video fest.

Mit dem obligatorischen Musikerehrenglas sowie einem Geschenkkorb gratulierten und bedankten sich der Erste Vorsitzende Peter Anderlitschka und auch der Zweite Vorsitzende Alexander Wildner.

Wir alle wünschen Simon alles erdenklich Gute und die beste Gesundheit!