Jahr der Musik

Wenn das neue Jahr vor einem liegt, erscheint es einem unfassbar lang. Unmöglich, da schon an das Ende zu denken. Kaum aber steckt man drin, hat sich eben daran gewöhnt, die neue Jahreszahl zu schreiben, fängt es auch schon an in einem irren Tempo vor sich hinzuschrumpfen. Ob das aber 2021 wohl auch so ist?

Noch im Nebelschleier verborgen

Da liegen sie also, zwölf Nigel nagelneue Monate. So ganz ungebraucht. Normalerweise würde man anfangen, sie mit Terminen zu bestücken: Dreikönigswanderung, Ständle, Maibaumaufstellen, Olgafest, Konzert, Ausflug, Rosenmarkt, Probenwochenende – bis hin zur Winterfeier.

Der Punkt ist nur der: Man kann so viel in den Kalender hineinschreiben wie man will, aber sich das alles so richtig vorstellen kann man noch nicht. Als ob der Nebel über dem Jahr 2021 hängen würde. Dichte Schwaden, dahinter Februar, März, April …

Dabei ist es ja so – 2021 eigentlich nur das neue 2020. Alles, was in 2020 nicht hineingepasst hat, wurde ja noch zusätzlich ins neue Jahr hinübergeschoben.

Dabei geht es eigentlich nicht um den großen fantastischen Plan X, sondern darum, was gerade jetzt im Moment möglich ist mit den Mitteln, die einem zur Verfügung stehen.

Und das ist möglich – eine musikalische Challenge im Januar. Ein virtueller Kontakt für einen kurzen Augenblick – und das Spiel macht auch noch richtig Spaß.

So hat der Januar auch tatsächlich mit Musik begonnen. Unser Dirigent Simon Löffelmann lud uns nämlich in der vergangenen Woche zu einer Challenge ein. Jeder soll dabei ein paar Takte seines Lieblingsstückes spielen und die Aufnahme in die Mitgliedergruppe stellen. Jeder hat dabei 36 Stunden Zeit sein Instrument zu suchen – wo hatte man es denn nach der letzten gemeinsamen Probe im Oktober bloß hingestellt?, den Musiktitel zu wählen, zu proben und aufzunehmen. Eine tolle Idee! Natürlich ist das Instrument nie weit von einem Musiker entfernt und so kam und kommt noch sehr viel erbauliches und interessantes zu Tage.

Altpapiersammlung am 19.12.2020

Besondere Zeiten

Menschen haben einen natürlichen Drang nach Sicherheit. Ungewissheit verunsichert. Schon eine Änderung der gewohnten Altpapiersammlung kann dies auslösen. Viele Menschen reagieren daher auf diese Unsicherheit unterschiedlich, aber sichere Antworten haben wir alle zurzeit trotzdem einfach noch nicht. Keiner kann bisher verbindlich sagen, wie lange wir noch Abstand halten und Masken tragen müssen und wie unser Leben nach Corona aussehen wird. In diese unsichere Zeit hinein, fielen so die Planungen für die letzte Altpapiersammlung in diesem Jahr. Eine Sammlung über die wohl noch lange im Städtle gesprochen werden wird. Auch diesmal hätte der Satz gepasst: „Eine ungewöhnlich Situation, erfordert ungewöhnliche Änderungen“.

Vorbereitungen

Der November bescherte uns einen Teil-Lockdown, der allerdings nicht die erwünschten Ziele brachte. Eine Altpapiersammlung dabei zu organisieren war gar nicht so einfach. Die Helferlisten füllten sich zwar erfreulich schnell, doch die Gewerbetreibenden im Umkreis von 50 km konnten keine freien Preßfahrzeuge für einen Musikverein zur Verfügung stellen. Ein einziges konnten wir mit Mühe und Not noch ergattern. Für eine Stadt wie Mössingen würde das niemals ausreichen, um der zu erwartenden Papierflut Herr werden zu können. Daher wurde uns schnell klar, dass es auch diesmal eine etwas andere Sammlung geben würde. Aber – da war erst mal guter Rat teuer. Eine Skype-Sitzung der Vorstandschaft Mitte November brachte einen Lösungsweg, der jedoch zuallererst mit der Stadtverwaltung besprochen werden musste. Zumal es zum 1. Dezember eine neue Corona-Verordnung geben würde und man noch nicht sicher war, wie diese aussehen würde. Alles andere als eine leichte Entscheidung. Es zeichnete sich aber ab, dass es eine Bringsammlung in den Stadtteilen Mössingen, Belsen, Bästenhardt und Bad Sebastiansweiler geben könnte. Hierfür erhielten wir dann auch seitens der Stadtverwaltung das gewünschte okay. Was uns sehr freute, da so die benötigten Container von der Fa. Saier geordert werden konnten.

Nun galt es aber noch SIE zu überzeugen uns zu helfen, denn wir waren auf Ihre Mithilfe angewiesen. Alle verfügbaren Medien wurden dazu eingesetzt – Homepage, WhatsApp-Status, Amtsblatt und Presse, um über die genauen Details dieser ungewöhnlichen Altpapieranlieferung zu informieren und wir hofften sehr, auf Verständnis und Hilfe Ihrerseits zu stoßen.

Zusätzlich galt die Sicherstellung des Schutzes unserer freiwilligen Helfer während der gesamten Sammlung. Es durften ja nur maximal zwei Haushalte zusammen sammeln. Entsprechend wurden die Helfer verteilt und konnten so in den Einsatz – ob an den Sammelstellen, auf dem Preß- oder in Sonderfahrzeugen, gehen.

Eine etwas andere Altpapiersammlung

Es war noch dämmrig, als am Samstagmorgen Nicole und Detlef Kehl mit dem ersten Bild die vollen Container und Papierhäufen an der Steinlachhalle vermeldeten. Viele Anlieferer hatten die Bringsammlung angenommen und hatten daher bereits am Freitag begonnen das Papier anzuliefern. Die Container füllten sich quasi über Nacht.

Da jedoch die Container bereits voll waren, hatte das Preßfahrzeug eine erste wichtige Aufgabe. Zu allererst die Papierstapel neben den Containern aufzusammeln. Der von der Stadt erhaltene Bagger wurde zeitgleich eingesetzt, um die Kartonagen in den Containern zusammen zu pressen.

Doch der vom Bauhof erhaltene Bagger hatte an seiner ersten Station der Steinlachhalle wohl seine ganze Kraft verbraucht. Gegen halb 11 Uhr vermeldete Nicole Kehl nämlich: „der Bagger ist kaputt!“. Abhilfe kam nach einer Stunde – unser Karl organisierte kurzfristig einen zweiten Bagger, der von da an unermüdlich im Einsatz sein musste. Aber nicht nur der Bagger wurde nötig gebraucht. Auch starke Hände Arbeit. Gegen 11 Uhr kam der Hilferuf von Anita Müller und Kerstin Strey, die am Freibad die Rampe gerne verstellen würden. Schnell war da ein Sonderfahrzeug mit tatkräftigen Männern zur Stelle. Für die Sonderfahrzeuge begann der Arbeitstag erst ein wenig später, da die Helfer zuallererst an den Sammelstellen benötigt wurden. Von zuhause aus koordinierten Silke Duppke und vor Ort Alex Wildner die Entsendung der Sonderfahrzeuge. Wo überall lag das Altpapier und welches Fahrzeug am besten für die großen Häufen geeignet war. Nichts wurde liegengelassen. Alles kam auf den Ladeflächen unter.

Das vorhandene Preßfahrzeug und die wenigen Sonderfahrzeuge, die wir zur Verfügung hatten, sollten ganz gezielt eingesetzt werden.

Lunchtime – In der Küche in der MVM-Halle bereiteten Theresa Rietzler und Claudia Wallis Lunchpakete vor, die von Katrin Speidel zu den hungrigen und durstigen Helfern an den Sammelstellen ausgefahren wurden. Eine kurze Verschnaufpause tat jedem gut und freudig wurden die Pakete entgegengenommen. Aber auch diesmal wurde es um die Mittagszeit schnell klar, dass wir mit der Containersammlung an eine gewisse Kapazitätsgrenze stoßen würden. So öffneten wir kurzerhand unsere Halle als Zwischenlager und versuchten mittels Whatsapp-Status die Anlieferer umzulenken

Unsere Halle innen und auch außen ist nun gut gefüllt. Da wartet jetzt natürlich nochmal ein bisschen Arbeit auf uns.

Mit Einbruch der Dunkelheit war alles geschafft und die Helfer konnten guter Dinge kurz vor 20 Uhr nach Hause gehen.

Herzlichen Dank!

Wir bedanken uns bei allen freiwilligen Helfern (Aktiven, Fördernden und Jugendlichen), die bei dieser Altpapiersammlung in irgendeiner Form für uns tätig waren und ebenso bei der Firma Saier, der Stadtverwaltung Mössingen, dem städtischen Bauhof für den Bagger sowie Walter Haap für den Ersatzbagger. Für die zur Verfügung gestellten Sonderfahrzeuge möchten wir uns bei Fischer’s Brauhaus, Hartmut Kehrer, Thomas Laupp, Stuckateur Neth GmbH (Gerald Mago), Dieter Mang und Markus Sudikatis ganz herzlich bedanken. Und – last but not least, ein ganz besonderer Dank für alle Bürgerinnen und Bürgern von Mössingen, die uns Vertrauen und Verständnis entgegen und das Altpapier zu den Sammelstellen gebracht und dadurch zur Verfügung gestellt haben. Herzlichen Dan

Die Altpapiersammlung ist ein sehr wichtiger Eckpfeiler zur Finanzierung der Vereinsarbeit und des sozialen und kulturellen Engagements der Vereine. Wir bedanken uns für Ihre Unterstützung!

Altpapiersammlung

Die nächste Altpapiersammlung des Musikvereins findet am Samstag, 19. Dezember 2020 in der Kernstadt Mössingen, Belsen, Bästenhardt und Bad Sebastiansweiler statt. Aus aktuellem Anlass wenden wir uns daher mit einer Bitte um Ihre Mithilfe, an die Bewohner dieser genannten Stadtteile Mössingens. Wir wären Ihnen sehr dankbar, wenn Sie Ihr Altpapier an den unten stehenden Plätzen abgegeben könnten und bedanken uns schon jetzt recht herzlich für Ihr Verständnis, Ihre Unterstützung und Mithilfe.

Die Einhaltung der allgemeinen Regeln der Corona-Verordnung verbleibt in der Verantwortung der Papieranlieferer. Eventuell auftretende Verkehrsprobleme durch zu viele Anlieferer kann der Verein nur begrenzt beeinflussen.

„Solidarität untereinander ist gerade das wichtigste Gut”. Es ist selbstverständlich, dass man sich in der Familie sowie unter Freunden und Nachbarn gegenseitig hilft. In der aktuellen Situation ist es aber noch mal umso wichtiger, sich gegenseitig zu unterstützen und zusammenzuhalten.

Die Altpapiersammlung ist nämlich ein sehr wichtiger Eckpfeiler zur Finanzierung der Vereinsarbeit und des sozialen und kulturellen Engagements der Vereine.

Weihnachtszeit

Weihnachtszeit – Zeit, innezuhalten und das vergangene Jahr Revue passieren zu lassen, das mit Höhen und Tiefen wie im Fluge verging.

Weihnachtszeit – Zeit, um nach vorn zu schauen, neue Ziele zu formulieren – um sie zuversichtlich zu realisieren.

Zeit, für die besten Wünsche: „einer frohen und gesunden Advents- und Weihnachtszeit“





„Des Jahres letzte Stunden“

Das Jahr 2020 neigt sich nun seinem Ende entgegen und damit auch ein außerordentliches ruhiges musikalisches Jahr. „Zu ruhig“, so begann unser Erster Vorsitzender Peter Anderlitschka in seinem Jahresgrußwort.

Im Filmstudio der MVM-Halle: Ein besonderer Dank an unseren Tom, er brachte uns nämlich den Musikverein kurzerhand ins Wohnzimmer. Auch Sie können es sehen und hören. Ein Besuch unserer Homepage lohnt sich!

Ein kostbares Gut

Danke auch an alle Aktiven und Fördernden Mitglieder sowie Freunde des Musikvereins, die in diesem Jahr immer wieder zur Stange und die Treue hielten, obwohl die Zeit aus dem Takt geraten war. Danke auch an die Mitglieder unserer Vorstandschaft und des Ausschusses, für die es teilweise ganz schön knifflige Entscheidungen zum Wohle des ganzen Vereins zu treffen galt. Auch unserem Dirigenten ein besonderes Dankeschön, denn für ihn war dieses Jahr alles andere als einfach. Zudem eine besondere Herausforderung. Aber diese Pandemie lehrte uns eines: Unsere gute Kameradschaft und der Zusammenhalt sind ein kostbares Gut. Wir sind aufeinander angewiesen, auf die Hilfsbereitschaft, die Empathie und die Solidarität der anderen. Jeder einzelne zählt und ist wichtig!

Ein kurzer Blick zurück

Gerade die Weihnachtszeit ist die Zeit, um innezuhalten, um noch einmal das vergangene Jahr Revue passieren zu lassen. Ein erlebnisreiches, doch sehr ruhiges Vereinsjahr 2020 liegt nun fast schon hinter uns. Immer ein besonderer Auftakt ist die traditionelle Winterwanderung am Dreikönigstag, als sich mehr als 60 aktive und fördernde Mitglieder am Freibadparkplatz trafen, um sich auf die von Wanderführer Karl Steinhilber geplante Strecke nach Gomaringen zur gemütlichen Einkehr zu begeben. Die Welt schien noch völlig in Ordnung zu sein, trotz der immer wiederkehrenden Meldungen einer Corona-Epidemie aus China. China war aber so weit weg und der Jahreskalender wies großartige Auftritte und musikalische Ausflüge auf. Wir waren alle voller Vorfreude. So war u. a. eine Ausfahrt nach Regensburg, der Heimat unseres Dirigenten Simon Löffelmann, geplant. Trotzdem, vielleicht sogar in weiser Voraussicht für das was folgen würde, konnten wir zum 25. Februar mit einer neuen Homepage, unter professioneller Betreuung von Tom Dieter, aufwarten. Vorerst der letzte gemeinsame Auftritt sollte das Geburtstagsständle des Braumeisters Heinrich Fischer werden, denn schon am 11. März wurde von der WHO die weltweite Ausbreitung des Coronavirus (COVID-19) zur Pandemie erklärt und das Land Baden-Württemberg hatte auch mit einer neuen Rechtsverordnung auf diese Gefahrenlage hin reagiert. Mit einem Mal hatte ein Virus die bisher bekannte Welt fast schlagartig verändert.

Freitag der 13.: Die geplante Mitgliederversammlung war die erste Veranstaltung, die abgesagt werden musste, der alle weiteren leider folgen mussten. „Ungewöhnlich Situationen, erfordern ungewöhnliche Änderungen“, so wurde die erste Altpapiersammlung des Musikvereins im April angekündigt. Eine Altpapiersammlung, die sich tief in der Erinnerung einprägen wird und die eine große Herausforderung an die Gemeinschaft, den Zusammenhalt und die Kameradschaft stellte.

Proben fanden keine statt, daher hatten wir dienstags zuhause Zeit und Muße. Freudig erwartet wurden Woche für Woche die Wochenmagazine in der Musikverein-Cloud für das häusliche Proben. Jeden Sonntag um 18 Uhr öffneten auch alle Musiker in Mössingen und im Krebsbachtal ihre Fenster, stellten sich auf Terrassen und Balkone, um gemeinsam zu musizieren.

Eigentlich ein normaler Abend in Mössingen. Es wehte ein eisiger Wind und der Himmel strahlte in Weiß und Blau als sich Jule und Karl Steinhilber vor dem Haus positionierten, um mit der „Ode an die Freude“ ein besonderes Zeichen der Solidarität zu setzen.

Dann endlich kamen im Juli die Lockerungen. Hurra, wir durften endlich wieder gemeinsam proben. Zwar noch immer nicht in unserem neuen Probelokal im Don Bosco, aber dank der Familie Fischer kamen wir in der Halle im Brauhaus unter. Es hatte einfach gefehlt – die Musik und die Musikkameraden. Aber auch der Kontakt zum Publikum. So erfreuten wir erst die Bewohner der Seniorenwohnheime in Bad Sebastiansweiler, im Haus an der Steinlach und der Blumenküche. Der Höhepunkt in diesem Jahr stellte aber das Platzkonzert auf dem Sportplatz bei der Langgaß-Halle „Highlights non stop“ am 25. Juli dar. Es machte allen sichtlich Freude, wieder mal rauszukommen und gemeinsam Musik zu genießen. Diese Veranstaltung hatte allen neuen Mut gemacht. Voller Hoffnung und Zuversicht gingen wir so in die Sommerpause. Das Gefühl hielt sich bis in den Oktober hinein. Ein neuer Jugenddirigent mit vielen neuen Noten und Ideen im Gepäck, konnte im Oktober verpflichtet werden. Der musikalische Zug hatte sich wieder in Bewegung gesetzt und ein jeder sah zwar mit einem durchaus besorgten, aber doch fast schon einem freudigen Auge auf die anstehende Winterfeier. Es kam aber anders – wie jeder weiß.

Aber – Macht Corona nicht darauf aufmerksam, dass in der uns so selbstverständlich gewordenen Lebensweise etwas Grundlegendes nicht mehr stimmt? Corona – bei aller Dramatik auch eine Chance zur Besinnung, Gewissenserforschung, Reue und Umkehr? Anstatt einem „immer mehr, schneller und weiter“ wird vielleicht dagegen wieder bewusst, wie wertvoll eigentlich der Nahbereich ist.

Zukunftsvisionen

„Lassen wir aber nun das Jahr 2020 hinter uns und blicken in die Zukunft“, um noch einmal Peter Anderlitschka bei seinem Grußwort zu zitieren. Das Jahr 2021 – wir wollen es zu unserem Jahr machen! Ein Jahr ganz allein für die Musik!

In diesem Sinn wünscht Ihnen der Musikverein Mössingen eine schöne Weihnachtszeit und ein gutes und gesundes Neues Jahr 2021.

Aus Tönen wird Musik

Die Corona-Pandemie hält uns auch weiterhin fest im Griff. Daher müssen wir uns nach wie vor in Geduld und Disziplin üben. Das der Lockdown „light“ im November jetzt wiederholt den Kulturbereich lahmlegt, ist eine Katastrophe, dennoch sicherlich ein richtiger Schritt, da der überwiegende Teil der Übertragungen im privaten Umfeld erfolgt und dabei nicht festgestellt werden kann, wann und wo genau die Übertragung stattgefunden hat. Insofern können wir – trotz eines genau durchdachten und guten Hygienekonzeptes, eine Übertragung nicht zweifelsfrei ausschließen. Eine Ansteckung könnte sowohl bei den Gesamt-/Registerproben wie auch bei Auftritten passieren, aber auch beim Ratschen zwischen und nach den Proben.

Ausblick

Wichtigste Maßnahme in der kommenden Zeit wird es daher sein, Abstand zu halten und Kontakte zu verringern. Wir hoffen aber, dass wir in der Vorweihnachtszeit zumindest in kleinen Gruppen wieder gemeinsam musizieren können.

Vielleicht bieten die nächsten vier Wochen aber auch für jeden von uns die Möglichkeit, etwas zu entschleunigen, durchzuatmen und wieder Kraft zu sammeln. Wir müssen gerade in der jetzigen Zeit mit unseren Kräften haushalten, um dann wieder richtig durchstarten zu können, wenn sich die Situation zu einem Besseren wendet. Bleiben Sie alle gesund!

Lichtblick

Unser Musikunterricht kann weiterhin im Rahmen der CoronaVO für Musikschulen im Einzelunterricht oder Unterricht in kleinen Gruppen, um ein Instrument zu erlernen, durchgeführt werden.

Ein Spaziergang im November

Richtig gut eingepackt ist auch ein Ausflug bei Nebel und Schmuddelwetter eine wahre Wonne. Interessant ist es durch die Straße und Gassen Mössingens zu streifen. Dabei erhaschen Sie vielleicht die Morsenachrichten unserer Blockflötenkinder und erfahren dabei wichtige Neuigkeiten.

Mit Hilfe eines Flötenkopfes lassen sich nämlich über weite Entfernungen ganze Nachrichten im sogenannten Morsecode weitergeben. Tim Kußmaul und Lene Nädele haben dies in ihrer ersten Blockflötenstunde geübt und hatten großen Spaß dabei die Namen ihrer Familie zu „morsen“ und diese sozusagen damit zusammenzurufen.

Und – wenn man einmal genau darauf achtet, wird man feststellen, dass sogar in vielen Musikstücken Morsezeichen eingesetzt werden. Bereits im Jahre 1808 vollendete der Komponist Ludwig van Beethoven seine berühmte 5. Sinfonie mit dem bekannten “di di di dah – Motiv”. Morse entwickelte seinen Zeichenkode jedoch erst um 1832. Eine besondere Bedeutung erlangte das “di di di dah” auch während des Zweiten Weltkrieges als eindringliche Radiokennung der BBC London. Aber auch Vogelstimmen – wie die Kohlmeise, trällern „di di dah“. Dank dieses markanten Rufs sind sie auch sehr gut zu hören. Dabei haben sie keine Scheu vor den Menschen und lassen sich, wenn einem das Glück holt ist, durch den Ruf „di di dah“ sogar anlocken und antworten dem Rufer. Lene und Tim werden es wohl am Wochenende mal ausprobieren.

Während nun aus den einen Fenstern Morsezeichen oder der Ruf der Kohlmeise erklingt, werden aus anderen ganz andere Klänge zu vernehmen sein. Mit „heut soll das große Flachsernten sein“, laden Malea Dieter und Viola Christen zum fröhlichen Tanzen ein. Die fünf Strophen des Liedes beziehen sich auf die handwerkliche Verarbeitung des Flachses. Zuerst wird der Flachs geerntet, gehechelt und gesponnen. Schließlich wird das Rohprodukt zu Leinen gewoben. Der Refrain bringt die Absicht zum Ausdruck, sich Hemd und Rock zu nähen, um sich nach getaner Arbeit “froh zum Tanze” sich zu schwingen.

Doch schon bald naht der 25. November. Dieser Tag geht auf Katharina von Alexandrien zurück und ist der Gedenktag vor Advent. Damit beginnt die stille „staade Zeit“. Die Zeit der Vorbereitung bringt auch viel Geheimnisvolles und Vorfreude mit sich. Daher kann man sicher auf dem erwähnten Spaziergang, mit etwas Glück ganz zufällig das Stück „Jingle Bells“ gespielt von Inga Ehmann oder Carla Mertens zu vernehmen.

Mit der Blockflöte spielerisch die Welt entdecken

Die Blockflöte, sie ist das älteste Musikinstrument der Menschheit. Modisch war die Blockflöte in der Renaissance und im Barock. Auf Burgen und Schlössern, aber auch in Ratssälen und Bürgerstuben wurde damit aufgespielt. Ein geselliges Instrument, das mit Tänze und Bankette begleitete und ihnen Glanz und Größe verlieh. Bei Johann Sebastian Bach beispielsweise kommen Altblockflöten in den Brandenburgischen Konzerten Nr. 2 und Nr. 4 als Soloinstrumente vor, außerdem in Kantaten und Passionsmusiken und in England war es Henry Purcell, der in seiner Musik Blockflöten verwendete. Leider wurde sie im weiteren Verlauf des 18. Jahrhunderts von der klanglich stärkeren und im Zusammenspiel mit den erweiterten Orchestern durchsetzungsfähigeren Querflöte verdrängt. Erst in den 1920er Jahren wird sie wiederentdeckt, als man sich um ein möglichst originalgetreues Klangbild der Renaissance- und Barockmusik bemühte.

Im Reich der Märchen

Die Freude am gemeinsamen Musizieren steht bei unseren Blockflötenkindern immer im Vordergrund – das “aufeinander hören” und “miteinander spielen”. So haben Inga Ehmann und Carla Mertens in der letzten Woche das Lied „Hänsel und Gretel“ fleißig zuhause geübt, bis sie es auswendig konnten. Als Vorgabe hatten sie dabei nur die ersten fünf Töne des Liedanfangs. Den Rest mussten sie sich selbst erarbeiten – Stück für Stück. Damit waren die Merkfähigkeit und das gute Gehör gefordert. „Der Ton ist ja falsch“, erkannte Inga kurz bevor dieser erklang oder „jetzt hatte ich den falschen Griff, es müssen doch drei a’s sein“, merkte auch Carla sogleich. Beide hatten gelernt, das Lied vor dem inneren Auge ablaufen zu lassen. Ein tolles Erfolgsgefühl stellte sich zusätzlich im Zusammenspiel ein.

Hochkonzentriert beim gemeinsamen Flötenspiel. Hinterher sind Inga und Carla sind ganz begeistert: „Wir können ohne abgucken ein ganzes Lied spielen.“

Das Auswendiglernen ist eine wichtige Fertigkeit in der Musik und eine tolle Leistung. Da sieht man, dass die Blockflöte, wird sie richtig und exakt gespielt, ein durchaus sehr schwieriges, Meisterschaft erforderndes Instrument sein kann.

Aller Anfang ist leicht…

Mit Beginn des neuen Schuljahres haben auch wieder neue Blockflötenkinder ihren Unterricht im Musikverein begonnen.

Beste Freunde – Mattis Stuhlfauth und Lotta. Gemeinsam üben sie ihren ersten Griff, den Ton „h“ und freuen sich miteinander darüber, dass dieser Ton sich schon so richtig gut anhört.

Auch die Zwillinge Daniel und Marius Sudikatis beginnen nun ihre musikalische Laufbahn mit der Blockflöte.

Aber nicht nur die ersten Erfahrungen mit der Blockflöte machen unsere Neuen. Da gehört ja noch das Aufbauen des Notenständers dazu. Die zahlreichen Handgriffe, die man für den Aufbau benötigt, erfordern doch einiges Geschick. „Des isch doch ganz leicht“, meint Sofia Ulbrich.

Mit dem Lied „Bauer Max der hat ein Huhn“ hat Sofia Ulbrich mit drei Tönen bereits an ganz anspruchsvolles Stück, das viel Übung erfordert.

Neuer Jugenddirigent

Mit dem neuen Schuljahr konnten auch unsere Nachwuchsmusiker einen neuen Jugenddirigenten begrüßen. Ralf Kluge ist seit 1992 Hornist bei der Württembergischen Philharmonie in Reutlingen und sitzt in diesem Orchester direkt neben Simon Löffelmann. Wir freuen uns sehr, Ralf Kluge als neuen Jugenddirigenten gefunden zu haben und freuen uns auf die gemeinsame Zeit!

Unser neuer Jugenddirigent übernimmt zusätzlich auch den Unterricht auf den Blechblasinstrumenten. Drei neue Da Capo Kids (Trompete und Waldhorn) können es schon jetzt kaum erwarten bis es im Oktober endlich losgeht.

Ursprünglich hatte Ralf Kluge mit der Trompete angefangen, doch irgendwann landete er schließlich beim Waldhorn. Einmal dort hängen geblieben, wurde dieses Instrument zu einer wahren Leidenschaft. Das muss wohl auch so sein, denn von vielen Musikern wird dieses Instrument liebevoll auch als „Glückspirale“ bezeichnet. In hohen Tonlagen ist das Waldhorn nämlich schwierig zu spielen. Auch geübte Hornisten haben immer wieder Mühe, einzelne hohe Töne sauber zu treffen. Oft spielt hier im entscheidenden Moment das Glück des Musikers eine nicht zu vernachlässigende Rolle, darum hat sich das Waldhorn die scherzhafte Bezeichnung „Glücksspirale“ eingefangen.

Aber kein anderes Instrument kann in so vielen unterschiedlichen Besetzungen spielen – Sinfonie oder Kammermusik, traditionelle Blasmusik, Kirchenmusik oder Jazz, das Waldhorn ist immer mit dabei. In der Filmmusik akzentuiert das Waldhorn Stimmungen, Sehnsüchte, Gefühle und wird daher oft in der Titelmelodie eines Spielfilms eingesetzt.

Dieser faszinierende Klang des Waldhorns hat auch Lennart Stuhlfauth überzeugt, als er zum neuen Schuljahr seine Blockflöte mit dem Waldhorn eintauschte.

Sommerklänge in Bad Sebastiansweiler

Die Tiefenwirkung von Musik auf die Psyche und dem Wohlbefinden ist eine Tatsache, der sich niemand entziehen kann. Wer kennt denn nicht die Tage, an welchen man schon ganz genau weiß, dass jetzt nur noch eine gute Musik helfen kann.

Auch für die Kurgäste und die Bewohner des Pflegeheims gab es am vergangenen Sonntagvormittag – noch vor dem Mittagessen, eine sehr willkommene Abwechslung. Bereits bei der Ankunft empfingen uns erwartungsvolle Zuhörer. „Es ist schön mal wieder diese Tracht zu sehen“, meinte eine ältere Dame. Ihr Mann hatte selbst jahrelang beim Musikverein Betzingen gespielt. Diese Tracht ist der Steinlachtracht sehr ähnlich. Daher wurden die Erinnerungen in ihr wachgerufen und so kam sie auch ins erzählen.

Mit dem Marsch „Pfeffer und Salz“ eröffneten wir unter der Leitung von Sabine Dieter um 10.45 Uhr das sommerliche Platzkonzert vor der Kurklinik.

Viele Gäste und Bewohner hatten sich vor dem Haupteingang der Kurklinik positioniert, um den Darbietungen des Hauptorchesters unter der Leitung von Sabine Dieter beiwohnen zu können. Nach dem Eröffnungsstück „Pfeffer und Salz“ entführten wir die Zuhörer in die Welt der traditionellen Blasmusik – zu einem „Böhmische Traum“ und „Blasmusik macht Freude.

Mit dem Konzertmarsch „Abel Tasman“ konnte man  für kurze Zeit die Corona-Pandemie und ihre Einschränkungen vergessen und sich das quirligen Treiben auf einem Schiff vorstellen, das im holländischen Hafen die Fahrt aufnahm um schließlich Tasmanien zu entdecken.

Nach 20 Minuten wechselten wir zum hinteren Eingang – dem betreuten Wohnen, um auch dort mit traditioneller Blasmusik ein paar schöne Momente zu schenken.

Sehr schnell verging so die Zeit und mit dem Bozener Bergsteigermarsch verabschiedeten wir uns von unserem aufmerksamen Publikum, unter dem wir auch einen sehr bekannten Mössinger entdecken konnten – dabei gab es ein großes „Hallo“. Die Bewohner des Betreuten Wohnens, die Kurgäste und auch das Personal der Kurklinik hat unser kleines Konzert sehr gut gefallen und bedankten sich dafür mit viel Applaus.

Highlights – non stop

Gemeinsam Musik genießen

Als Mitte März so plötzlich alles anders wurde, hatte sich auch das Vereinsleben grundlegend geändert. Die Zeit war aus dem Takt geraten. Dass aber die Musik verbindet wurde gerade jetzt sehr bewusst wahrgenommen. Auch wenn es in den ersten beiden Wochen einem auch mal ganz gut tat ohne große Verpflichtungen zu sein. Es fehlte doch, die Musik und die Möglichkeit, sich regelmäßig zu den gewohnten Proben zu treffen, um gemeinsam neue Werke einzustudieren und an ihrer Interpretation zu feilen. Es fehlte die Musik und die Musikkameraden – was aber genauso fehlte war der Kontakt zum Publikum, bei Konzerten und sonstigen Traditionsveranstaltungen im Jahreslauf.

Zeit der Herausforderung

Von Woche zu Woche wurde es deutlicher, dass sich diese Zeit eher über Monate hinziehen würde. Für unseren Dirigenten sicherlich eine große Herausforderung. Den Probenbetrieb mit Abstand möglich zu machen und dabei noch neue Medien einzusetzen. Danke Simon! Nun möchten wir uns aber auf diesem Wege einmal mit einem besonderen Dankeschön an Tom Dieter wenden – für seinen Einsatz, seine Zeit und die damit verbundenen Mühen in den letzten Monaten seit Beginn der Corona-Pandemie. Er brachte uns das Blasmusikfeeling kurzerhand ein stückweit nach Hause, denn er koordinierte die wöchentlichen Einspielübungen als Wochenmagazin mit unserem Dirigenten und stellte das Notenmaterial für das Platzkonzert über die interne Cloud für uns bereit. Kurzerhand programmierte er sogar ein Registrierungsportal für dieses Platzkonzert auf unserer Homepage, da es notwendig war, dass die Gäste sich bereits im Vorfeld registrieren konnten.

Vorbereitungen

Nach diesen langen Proben- und Auftrittspausen war es nicht einfach direkt mit dem vorherigen Leistungsstand weiter zu machen. Das war klar. Aber es zeigte sich, dass die Wochenmagazine eine gute Vorbereitung auf die ersten Kleingruppenregisterproben und letztendlich auch wieder auf die Gesamtproben waren. Wie sagte unser Simon erst kürzlich: „auch die Corona-Zeit hat uns musikalisch wieder einen Schritt weitergebracht!“, durch diese Abstandsregelungen wurde das eigene Spiel plötzlich viel bewusster wahrgenommen. Unweigerlich hörte man dabei auf den Zusammenklang. Eine gute Vorbereitung auch für das Spiel unter freiem Himmel.

Es geht dem ersten Auftritt entgegen

Mit dem in Kraft treten der aktualisierten Verordnung der Landesregierung von Baden-Württemberg zum 1. Juli Veranstaltungen wurden Veranstaltungen bis zu 250 Personen möglich. Wie sehr uns diese Nachricht freute ist unbeschreiblich und die Planungen begannen. Ein einstündiges Programm unter dem Motto „Highlights – non stop“ wurde sehr gezielt von unserem musikalischen Leiter zusammengestellt. Dieses Programm und ein dazugehöriges Hygienekonzept für den Sportplatz bei der Langgass-Schule wurden schließlich bei der Stadtverwaltung Mössingen zur Genehmigung vorgelegt. Für die schnelle Bearbeitung – innerhalb von zwei Tagen hatten wir diese vorliegen, bedanken wir uns sehr. Viel Zeit blieb uns aber nicht mehr, um dieses Platzkonzert zu anzukündigen. Gerade mal zwei Wochen.

Danke auch der Spvgg für die zur Verfügungstellung des Sportplatzes. Auch, dass extra Trainingseinheiten für unsere notwendige Generalprobe am vergangenen Freitagabend verlegt wurden. Diese Generalprobe war uns zudem sehr wichtig, um ein Klanggefühl zu erhalten. Es ist nämlich so, dass der Klang unter freiem Himmel im wahrsten Sinne des Wortes in alle Richtungen getragen wird und es ist schwierig für den einzelnen Musiker die anderen zu hören. Daher sind wir sehr dankbar, dass uns die Stadtverwaltung Mössingen nicht nur die Genehmigung für das Konzert erteilte, sondern sogar Bauzäune als Schallschutz zur Verfügung stellte.

Der große Tag

Nachdem alles bedacht war, konnte der Musikverein gut gerüstet zu der ersten öffentlichen Konzertveranstaltung in diesem Jahr einladen. Ein besonderer Augenblick!

Noch sind die Stühle leer. Aber alles scheint zu stimmen und trotzdem richteten sich immer wieder einige besorgte Blicke gen Himmel. „Ob das Wetter halten würde?“

Zur angegebenen Einlasszeit kamen die Besucher auf das Festgelände. Mit der Platznummer folgten sie den Markierungen bis zu ihrem zugewiesenen Platz und machten es sich mit kühlen Getränken bequem.

Mit flotter Marschmusik marschierte das Hauptorchester unter der musikalischen Leitung von Simon Löffelmann auf den Platz ein. Der Vorhang für die musikalischen Artisten auf der Bühne wurde geöffnet.

Nach der Begrüßung durch den 1. Vorsitzenden Peter Anderlitschka eröffneten wir mit dem schönen Marsch „die Sonne geht auf“ von Rudi Fischer den Konzertabend. Dabei schien es als würde während des Spiels tatsächlich die Sonne hinter den Wolken hervortreten. Es folgte die Polka „Mein bester Freund“ und der Walzer „Mitten ins Herz“. Von der mährischen Polka inspirieren ließ sich Kurt Gäble mit der lebhaft fröhlichen Schnellpolka „Blasmusik macht Freude“ die als nächstes auf dem Programm stand.

Durch das Programm führte sehr souverän Jürgen Machann.

„Back to the roots“ – an das Jahr der Gründung des Musikvereins erinnerten wir mit dem „Einzug der Gladiatoren“, einem Triumphmarsch aus der Feder von Julius Fučik. Noch ein weiterer Titel sollte an die Anfangszeiten des Vereins zurückblicken. An die “Goldenen 20er Jahre”. Anfang der 1930er blühte der Verein auf. Die “Selection from the Comedian Harmonists” arrangiert von Vlad Kabec, erinnerten mit “Mein kleiner grüner Kaktus” und “Veronika der Lenz ist da” an diese unbeschwerte Zeit.

Eine Hommage an den deutschsprachigen Komponisten, Pianisten und Sänger Udo Jürgens (1934 bis 2014) war das Medley seiner bekanntesten Lieder in einem Arrangement von Kurt Gäble. „Musik aus einer Zeit, die noch nicht im mp3-Format heruntergeladen werden konnte“, so unser Moderator Jürgen Machann.

Viele Erinnerungen an frühere Schlagerhitparaden wurden bei den Besuchern mit Liederausschnitten von “Aber bitte mit Sahne”, “Griechischer Wein”, “Merci Cherie” und “17 Jahr blondes Haar” geweckt.

Mit dem Stück „Rocky on Broadway from the Broadway Show“ wurden die Boxhandschuhe geschnürt. Denn wer kennt ihn nicht den Mythos Rocky. Ergreifend, mitreißend, liebevoll und kämpferisch – das ist Rocky und das nun gespielte Medley enthielt einige der eingängigsten Melodien wie „Eye of the Tiger“ des Musicals “Rocky”, basierend auf der berühmten Boxer-Filmreihe. Das Konzertwerk „El Cumbanchero“ von Raphael Hernandez brachte schließlich mexikanisches Flair auf den Sportplatz. „El Cumbanchero“ heißt übersetzt des „Feierbiest“ und ist eine Aufforderung zum Feiern. Dabei wurden sowohl Musiker wie auch Zuhörer von den hinreißenden Rhythmen getragen, die von der Percussion- und Schlagzeuggruppe ausgingen, sowie dem Ruf: „El Cumbanchero“ durch Simon Löffelmann. Das Saxophonregister übernahm die Melodieführung und das Querflötenregister glänzte mit exzellent gespielten Solis.

Nicht ohne Zugaben ließ uns das Publikum dieses Konzert beenden. Wie das Tagblatt so schön schreibt „es konnte die Zugabe mit Musik ist Trumpf nicht treffender für diesen gelungen Abend sein“. So ging der Konzertabend mit der Titelmelodie der Samstagabendshow von Peter Frankenfeld sowie dem schwungvollen Marsch „Kaiserin Sissi“, von Timo Dellweg seinem Ende entgegen.

Doch nicht ohne Dank!

Ein solcher Konzertabend ist nämlich nicht möglich ohne die tatkräftige Unterstützung von allen Musikerinnen und Musikern. Wir bedanken uns aber auch ganz herzlich bei unserem Publikum. Ebenso möchten wir uns bei Jürgen Machann für die hervorragende Moderation, für die gelungene und gut abgestimmte Technik bei Tom Dieter bedanken. Bei der Stadtverwaltung Mössingen für Genehmigung und bei der Spvgg für die Bereitstellung des Platzes. Außerdem ein Dank an alle, die sich vor, während und nach dem Konzert in irgendeiner Weise eingebracht und so diesen besonderen Abend ermöglicht hatten.

Im Anschluss an dieses schöne Konzert und dem Aufräumen saßen die Aktiven noch lange in gemütlicher Runde an der Halle zusammen und ließen den schönen Abend nochmals Revue passieren. Es war ein Konzertabend, an den man noch lange zurück denken wird.

… endlich wieder proben

Nach 15 Wochen der Zwangspause können wir endlich wieder gemeinsam proben. Allerdings nicht im Gemeindezentrum Don Bosco, sondern in der Halle beim Brauhaus Fischer. Voraussetzungen hierfür waren, dass ein Konzept vorlag, indem klare Hygiene- und Abstandsregelungen definiert sind. Wir müssen zweieinhalb Meter Abstand vom Dirigent zur ersten Reihe halten, bei jeder weiteren Reihe zwei Meter. Die Stühle sind dabei die Abstandsmarken. Der vorgegebene Rahmen ist sehr fordernd, aber wir freuen uns alle, dass es endlich wieder losgeht. Die Freude über diese erste gemeinsame Probe konnte man jedem ansehen.

Blick in die Halle: Auch beim Jugendorchesters MusicKids laufen die Proben wieder.

Familiäre Atmosphäre

Dass wir jetzt endlich wieder proben können, haben wir vor allem der Familie Fischer zu verdanken“. Dieser Familie gilt unser besonderer Dank. Bereits beim Betreten des Brauereigeländes ist man wie in einer anderen Welt. Für unseren Simon ging dabei ein Traum in Erfüllung. Neben dem heimeligen Flair des Anwesens, steigt einem der Geruch des Bieres förmlich in die Nase. Man fühlt sich wohl und das Schöne ist – die Familie Fischer ist an den Dienstagsproben immer als Zuhörer mit dabei. Musik verbindet, das wird hierbei wieder sehr bewusst wahrgenommen. Gerne denken wir dabei an die vielen schönen Auftritte im Brauhaus zurück und freuen uns jetzt schon sehr auf die nächste sich bietende Gelegenheit eines öffentlichen Auftrittes im Brauhaus Mössingen oder in der Gasthausbrauerei Neckarmüller in Tübingen.

Mössinger Bier

Um beim Bier noch ein wenig zu verweilen, ein paar Worte zu den Brauereien, die zwischen 1899 und 1939 dafür sorgten, dass der wohlschmeckende Trank bei den Veranstaltungen des Musikvereins in Mössingen nicht ausging. Bei den Preisverhandlungen wurde stets zwischen der Betzinger Treyz Brauerei und der St. Luzen-Brauerei in Hechingen verglichen. Das beste Preisleistungsverhältnis hatte dabei in der Regel die St. Luzen-Brauerei, die noch zusätzlich kostenlos Bierkrüge und Biertische stellte.

Was vielleicht nicht viele wissen: Im Kloster St. Luzen begann im 15. Jahrhundert die Geschichte des Stuttgarter Hofbräus, als die Franziskanermönche von Graf Eitel Friedrich die Erlaubnis erhielten, Bier zu brauen. 1728 erhielten sie eine offizielle „Braugerechtigkeit“. Als im Zuge der Säkularisation das Kloster St. Luzen aufgehoben wurde, ging die Brauerei an das Fürstenhaus über. 1877 wurde das Brauhaus mit der Stuttgarter Brauerei “Englischer Garten” zusammengeschlossen. Von da an nannte man sich “Württembergisch-Hohenzollerische Brauereigesellschaft” und war offizieller Lieferant des königlichen Hofes. 1925 kam die Stuttgarter Brauereigesellschaft Rettenmeyer Tivoli AG mit dem heutigen Sitz in der Böblinger Straße dazu und zehn Jahre später gab sich dieser Zusammenschluss den Namen Stuttgarter Hofbräu.

Mit diesem Zusammenschluss und der Namensänderung in Stuttgarter Hofbräu endete 1935 auch die Nennung des St. Luzen-Bieres in den Protokollen des Musikvereins. Die Lindenbrauerei Bodelshausen kam nun erstmalig zum Zug, wurde aber bereits 1939 zum 40. Jubiläum durch Heiner Fischer, abgelöst. Mit dem Kauf der stillgelegten Kronenbrauerei 1938 ließ Heiner Fischer damals eine 200-jährige Brautradition in Mössingen wieder aufleben.

Gartenkonzert vor dem „Haus an der Steinlach“

Nach dreieinhalb Monaten coronabedingter Pause ohne Proben und Auftritte trafen sich die Aktiven des Hauptorchesters vergangenen Sonntag erstmals wieder zu einem gemeinsamen Auftritt. Die Wiedersehensfreude war auch allen anzusehen: „Es war schön, mal wieder alle zu sehen und zusammen Musik machen zu können“. Dabei war die Stimmung schon eine besondere.

Eine willkommene Abwechslung fand für die Bewohner der Seniorenwohnanlage im „Haus an der Steinlach“ am vergangenen Sonntag statt.

Auf dem Gelände des Seniorenheimes, dass über einen schönen Hinterhof verfügt, nahmen wir mit den entsprechenden Abständen untereinander Aufstellung.

Zu den Hygieneregelungen, die Corona mit sich bringt, gehört auch der sogenannten Ploppschutz (Überzug) für Blechbläser, der über die Schalltrichter gespannt werden muss.

Währenddessen nahmen die Bewohner des Seniorenwohnheimes auf den Balkonen und hinter den Fenstern auf Stühlen, Rollstühlen oder Rollatoren Platz, um den Darbietungen des Hauptorchesters unter der Stabführung von Simon Löffelmann aufmerksam zu lauschen. Kaum war das Geläut der nahe gelegenen Peter und Paulskirche verklungen, begannen wir unser Programm mit einem Adagio von Franz Watz. Danach folgten einige Schmankerl der traditionellen Blasmusik. Dabei durfte der Walzer „Mitten ins Herz“ aus der Feder von Toni Scholl ebenso wenig fehlen wie die Polka „Mein bester Freund“ von Mathias Rauch. Viele Bewohner wippten dabei begeistert mit.

Auch unsere kleinen Gäste hatten ihren Spaß dabei!

Wie die Zeit verging! Leider war die halbe Stunde Konzertzeit viel zu schnell vorüber. Mit dem Medley von Udo Jürgens verabschiedeten wir uns schließlich von unserem Publikum. Für die großartige Unterhaltung gab es von den Bewohnern, dem Personal des Hauses sowie von den Gästen, großen Applaus.

Altpapiersammlung im Juni

Auch die zweite Altpapiersammlung des Musikvereins am 20. Juni wurde Corona bedingt wieder zu einer Altpapieranlieferung. Der Schutz unserer freiwilligen Helfer während der gesamten Sammlung musste natürlich auf alle Fälle wieder sichergestellt sein.

Im Vorfeld

In den beiden Wochen vor der Sammlung war viel an Organisatorischem zu planen, denn wir sammelten diesmal nicht allein. Lediglich die Kernstadt Mössingens stand auf unserem Plan und in den drei Stadtteilen Belsen, Bästenhardt und Bad Sebastiansweiler zeigte sich das Jugendforum Oberes Steinlachtal verantwortlich. Aus diesem Grund waren Abstimmungen und ein genaues Konzept sehr wichtig. Die Coronapandemie nutzten wir dabei als Chance. Es hatte sich nämlich bereits bei der letzten Sammlung abgezeichnet, dass mit den Containersammlungen ein neuer Weg eingeschlagen werden könnte. Zudem überwiegen dabei die Vorteile. Daher waren wir uns schnell darüber einig, dass es abermals eine Altpapieranlieferung anstelle der traditionellen Haustür-Sammlung geben sollte. Ein sehr gewichtiges Argument war dabei, dass durch diese Containerlösung auf, die doch sehr teuren Pressfahrzeuge möglicherweise ganz verzichtet werden konnte. Leider war diese Lösung für das Jugendforum noch nicht durchführbar, da die Baustelle im Bereich der Eisenbahnbrücken einen Strich durch die Rechnung machte. Es war unmöglich eine Containersammelstelle am Ernwiesenstadion einzurichten. Daher kam es zu zwei parallelen Lösungen im Stadtgebiet Mössingen – der Containersammlung und der Haustür-Sammlung. An dieser Stelle möchten wir uns bei der Stadtverwaltung dafür bedanken, dass wir auch bei dieser Altpapiersammlung die notwendigen Genehmigungen erhalten haben.

Nicht „Nebeneinander“ sondern „Miteinander“. Diese letzte Altpapiersammlung hat gezeigt, dass die Solidarität unter den Vereinen sehr wichtig ist! Denn gerade jetzt – in Zeiten der Coronapandemie stellen die Altpapiersammlungen einen noch wichtigeren Eckpfeiler zur Finanzierung der Vereinsarbeit und des sozialen und kulturellen Engagements der Vereine dar.

Aus der Erfahrung der letzten Sammlung wurden pro Container-Sammelstelle vier Personen eingeteilt. Zum Schutz unserer freiwilligen Helfer, um die Vorgaben der Landesregierung einzuhalten und einen reibungslosen Ablauf vor Ort zu gewährleisten. Ein Schichtwechsel war dabei ebenfalls eingeplant. Auch wurden wieder alle verfügbaren Medien eingesetzt. Homepage, WhatsApp-Status und Amtsblatt, um über die genauen Details zu informieren.

Es zeigte sich auch, dass die detaillierten Planungen im Vorfeld sich gelohnt hatten. Die bestellten Container standen auch diesmal rechtzeitig an den Sammelstellen – der Langass-Schule und der Steinlachhalle, bereit. Die Aufstiegsrampen konnten in bewährter Weise angebracht werden. Auch hier einen besonderen Dank an den Stuckateur Gerald Mago.

Am Sammeltag

Der Wettergott meinte es gut am vergangenen Samstagmorgen mit uns und schickte schon in der Frühe wärmende Sonnenstrahlen. Die Helfer trafen pünktlich um 8 Uhr an den ausgewiesenen Sammelstellen ein. Nach der Sicherheitseinweisung wurde der bereitgestellte Mundschutz, und die gelben Sicherheitswesten angezogen. Bestens ausgerüstet konnte es losgehen.

Nicht nur mit Altpapier gefüllten Kofferräumen und Anhänger fuhren die Autos zu den Sammelstellen. Auch Verköstigung in Form von Pizza, Keksen, Schokolade oder sogar Eis wurde den freiwilligen Helfern zu Teil und freudig angenommen.
Ein herzlicher Dank an alle Spender für Altpapier, Speis‘ und Trank!

Die Container der Firma Saier füllten sich zunehmend. Immer wieder war der Bagger zwischen Langgass-Schule und Steinlachhalle im Einsatz, um das Papier in die Container hineinzupressen.

Die Sammelstellen schlossen um 16 Uhr ihre Pforten und auch die Sonderfahrzeuge des Brauhauses Fischer und des Stuckateurs Gerald Mago kehrten gegen 20 Uhr von ihren letzten Fuhren zurück.
So konnte – nach einem sehr zufriedenstellenden Arbeitstag der wohlverdiente Feierabend angetreten werden.

Herzlichen Dank!

Wir bedanken uns bei allen freiwilligen Helfern (Aktiven, Fördernden und Jugendlichen), die bei dieser Altpapiersammlung in irgendeiner Form für uns tätig waren und ebenso bei Gerald Mago, Fischer’s Brauhaus, bei der Firma Saier und Christoph Leipp für den Bagger sowie der Stadtverwaltung Mössingen. Und ein ganz besonderer Dank für alle Bürgerinnen und Bürgern von Mössingen, die uns das Altpapier zu den Sammelstellen gebracht und uns dadurch zur Verfügung gestellt haben. Herzlichen Dank!

Altpapier-Anlieferung, Sa. 20. Juni 2020

Trotz der erweiterten Corona-Bestimmungen des Landes Baden-Württemberg zum 2. Juni, kann der Musikverein 1899 Mössingen auch bei der kommenden Altpapiersammlung – aufgrund der Bestellfristen für Pressfahrzeuge und Fahrer, diese nicht wie gewohnt stattfinden lassen.

Zudem können wir den Schutz unserer freiwilligen Helfer während der gesamten Zeit der Sammlung nicht gewährleisten. Ein Pressfahrzeug ist in der Regel wegen der Schwere der Kartonagen mit drei Personen bemannt und daher ist der vorgeschriebene Schutz von 1,50 m nicht einhaltbar. Stattdessen bieten wir:

Die Mössinger Einwohnerschaft hat somit die Möglichkeit, am Samstag, den 20. Juni 2020 zwischen 8 und 16 Uhr das Altpapier selbst vorbei zu bringen und in den bereitgestellten Containern zu entsorgen. Vor Ort werden Aufsichtspersonen sein, die bei Bedarf gerne helfen. Natürlich unter Einhaltung des vorgegebenen Sicherheitsabstandes.

Für Bästenhardt, Belsen und Bad Sebastiansweiler gilt: Altpapierabholung, Sa. 20. Juni 2020

Aufgrund der Bauarbeiten an der Eisenbahnbrücke in der Nähe des Ernwiesenstadions (bis 2. Juli) ist es nicht möglich Container zu stellen oder Altpapier anzuliefern. Daher wird das Jugendforum Oberes Steinlachtal in den Teilorten Bästenhardt, Belsen und Bad Sebastiansweiler das Altpapier vor der Haustür abholen. Das Jugendforum bittet die Einwohnerschaft in Bästenhardt, Belsen und Sebastiansweiler, das Papier bis spätestens 7.30 Uhr gut gebündelt oder in handlichen Kartons auf dem Gehweg abzustellen ohne dass dadurch Fußgänger oder der Straßenverkehr behindert werden.

Vielen Dank für Ihr Verständnis und Mithilfe.